31.08.2019 09:00 |

Innsbruck

Waffenverbot geht erneut in die Verlängerung

Zwölf Messer, zwei Softguns: So lautet die bisherige Bilanz von Sicherstellungen in den beiden Waffenverbotszonen in Innsbruck. Heute um Mitternacht wären die zeitlich befristeten Verordnungen ausgelaufen – doch sowohl für die Bogenmeile als auch für den Bereich Hauptbahnhof wurden diese nun um drei weitere Monate verlängert. Stichwort: Präventionseffekt.

Mit 1. Dezember 2018 wurde die berüchtigte Innsbrucker Bogenmeile zur ersten Waffenverbotszone in Österreich ausgerufen – mit Anfang März kam schließlich die zweite im Bereich des Hauptbahnhofes dazu. Die Verordnungen geben der Polizei mehr Kontrollrechte. Heißt unter anderem: Bei einem konkreten Verdacht sind Polizisten dazu befugt, Personen nach Waffen zu durchsuchen.

Alles in allem wurden bisher zwölf Messer – drei in der Bogenmeile, neun rund um den Bahnhof – und zwei Softguns beschlagnahmt. „Zudem wurden 18 Strafverfahren wegen Missachtung des Verbotes des Mitführens von Waffen oder anderen gefährlichen Gegenständen geführt“, heißt es seitens der Polizei. Weiters gab es viele Anzeigen (unter anderem nach dem Suchtmittelgesetz) und einige vorläufige Festnahmen – etwa wegen Gerichtsdelikten oder Verwaltungsübertretungen.

„Zahl der Gewalttaten ging ständig zurück“
Laut Gesetz muss eine Waffenverbotszone alle drei Monate neu verordnet werden. Mit Ende August wären die Fristen der beiden in Innsbruck ausgelaufen – die Tiroler Polizeiführung entschied sich jedoch abermals für eine Fortsetzung – vorerst bis 30. November.

Mit gutem Grund, wie es von Seiten der Sicherheitsverwaltung heißt: „Die Verbotszonen zeigen Wirkung. Seit der Einführung ist in diesen Bereichen ein ständiger Rückgang bei Gewaltdelikten feststellbar. Was vor allem auch auf die Kontrolldichte zurückzuführen ist.“

Zumindest vorerst noch keine dritte Zone geplant
Es gebe also einen positiven Präventionseffekt. Die Polizei macht aber auch keinen Hehl daraus, dass sich bestimmte Gruppen woandershin zurückziehen. Derzeit gebe es aber keinen konkreten Ort, wo es vermehrt zu Gewalttaten kommt. Daher brauche es momentan (noch) keine weitere Waffenverbotszone.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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