28.08.2019 08:30 |

Im Toten Gebirge

Sieben Höhlenforscher betraten finsteres Neuland

Aus der Kategorie kleine Heldentaten, die im Stillen ablaufen: Mitglieder des Höhlenvereines Bad Mitterndorf waren dieser Tage im Toten Gebirge unterwegs, um Licht in die teils noch unerforschte Wildbaderhöhle zu bringen. Die Bilanz der tüchtigen Gruppe kann sich sehen lassen: Die 10-Kilometer-Marke konnte erstmals überschritten werden, etliche noch unbekannte Gänge wurden entdeckt.

Die Geschichte der Wildbaderhöhle ist noch relativ jung: Sie wurde erst in den 1980er-Jahren von einheimischen und französischen Forschern auf einer Länge von 1737 Meter und einer Tiefe von 874 Meter kartiert. Da die Höhle noch großes Potenzial für Neuforschungen aufweist, war sie für das Team rund um Robert Seebacher besonders interessant.

„Bereits bei unserer ersten Tagestour gelang die Verbindung zum weiter westlich gelegenen Echo-Canyon. Den in diesem Bereich ansetzende Schabgang konnten wir gleich mehrere hundert Meter weit verfolgen“, berichtet der Obersteirer stolz. Besonders in Erinnerung geblieben: „An dieser Stelle herrscht ein extrem starker Luftzug“, so Seebacher.

Tagelang in der Finsternis
Was vermutlich die wenigsten Laien wissen: Für Höhlenforscher ist das Übernachten in der Finsternis Teil des Alltags. „Diesmal mussten wir vier Tage in etwa 400 Meter Tiefe biwakieren“, erzählt der Bad Mitterndorfer. Der Aufwand hat sich gelohnt: „Im Zuge dieses Aufenthalts konnten mehr als 700 Meter Neuland dokumentiert werden, insgesamt sind jetzt immerhin schon elf Kilometer erforscht“, so Seebacher.

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