04.07.2004 15:29 |

Roboter-WM

Österreicher haben kein Glück beim Robo-Fußball

Die EM haben unsere Robo-Kicker noch gewonnen, doch bei der WM sah es für Österreichs Blech-Fußballer schlecht aus: Kein Stockerlplatz ging sich aus.
Dafür schlugen die Deutschen richtig zu:Gleich in drei Kategorien siegten deutsche Teams beim achten internationalen"RoboCup"-Turnier, das parallel zur EM in Portugal stattfand.
 
Das Team der Universitäten Bremen, Berlin,Darmstadt und Dortmund belegte Platz eins in der "Four-leggedLeague", die "FU-FIGHTERS" der Freien Universität Berlingewannen in der "Small-size League" und die Universität Freiburgsiegte in der "Rescue Simulation League".
 
Der 1993 ins Leben gerufene "RoboCup" ist eine internationaleInitiative, um Forschung im Bereich der Roboter und ihre Anwendungzu fördern. Die mit Kameras und Sensoren ausgestatteten Blechkickersind nicht von außen ferngesteuert, sondern müssenallein mit ihrer künstlichen Intelligenz auskommen. Die Forscherbetrachteten es bereits als einen Durchbruch, dass sie Maschinenüberhaupt das Gehen auf zwei Beinen beigebracht haben. Nunkönnen die Roboter auch Hindernisse umgehen, auf einem Beinbalancieren, Flanken schlagen und Elfmeterschießen.
 
Blick in die Zukunft
Die Wissenschaftler streben nach immer höherenZielen: Im Jahr 2050 soll eine Mannschaft aus eigenständigagierenden, humanoiden Robotern ein Fußballmatch nach FIFA-Regelngegen die dann amtierenden Weltmeister aus Fleisch und Blut bestreiten.Der "RoboCup" ist aber nicht nur ein aufwendiges Vergnügen.Er soll auch zur Entwicklung anderer Roboter beitragen, die denMenschen zum Beispiel bei Rettungseinsätzen oder in der Altenpflegedienlich sein können.
Samstag, 19. Juni 2021
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