Wirklich sinnvoll?

Rechenaufgaben an Favoritner Schule in drei Sprachen

Wien
30.04.2010 16:37
Aufregung herrscht an der Kooperativen Mittelschule in der Leibnizgasse in Favoriten: In einer ersten Klasse werden die Angaben für die Mathematik-Hausübung in Deutsch, Türkisch und Serbokroatisch verfasst. Zwar haben 90 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund, doch die Aufgaben sind als kinderleicht zu bewerten.

"Wie können diese Schüler in eine höhere Schule aufsteigen, wenn sie nicht einmal die einfachsten Rechenaufgaben auf Deutsch verstehen", ist ein Vater, dessen Sohn die Schule in der Leibnizgasse besucht, empört. Mit Hausaufgaben in drei Sprachen würde den jungen Menschen die Zukunft verbaut.

"Es ist kein Wunder, dass knapp 70 Prozent der Betriebe in Wien keine Lehrlinge einstellen wollen. Das Bildungsniveau ist in Wien leider stetig gesunken, sodass wir heute die Arbeitslosen von morgen produzieren", wettert FP-Gemeinderat Johann Gudenus.

von Martina Münzer, Kronen Zeitung

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