Neubau in Braunau:

Garage anstatt Grünzone wird vier Millionen kosten

Schon im Vorjahr wurde in einer Gemeinderatssitzung der beliebte Brunnerpark im Herzen von Braunau in Bauland umgewidmet. Darauf soll ein Parkhaus entstehen. Jetzt sind die Behördenverfahren alle abgeschlossen, Teil A der Garage wird auf 4 Millionen Euro geschätzt. Anrainer kritisieren vehement den Verlust der grünen Oase. 

Es sind 120 Jahre alte Bäume und zahlreiche Sträucher, die den Brunnerpark zu einer beliebten grünen Oase im Herzen der Stadt machen. Doch die Stunden des Parks sind gezählt. Die Gemeinde wird in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus St. Josef, ein Ordensspital der Franziskanerinnen, ein Parkhaus errichten. Insgesamt wird das Parkdeck über 329 Stellplätze verfügen, Teil A mit 217 und Teil B mit 122 Plätzen.

Zeitplan steht noch nicht fest
Für die Realisierung 2019/2020 steht nur Teil A zur Diskussion. Die Schätzkosten dafür belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro. Laut Erwin Windischbauer, Geschäftsführer des Krankenhauses - der übrigens persönlich nicht erreichbar war - ist der Bau nun endlich auf Schiene, Behördenverfahren sind abgeschlossen, Bescheide rechtskräftig. Der Zeitplan im Detail steht aber noch nicht fest. Anrainer wie Rotraud Steiger kritisieren den Standort sowie die Reinigung - siehe Interview.

Rotraud Steiger (74) von der Initiative „Lebenswertes Braunau“ und Anrainerin kritisiert den Verlust des Parks und ist von der Politik enttäuscht.

„Krone“: Was ist das Ziel von „Lebenswertes Braunau“?
Rotraud Steiger: Unsere Initiative gründete sich vor allem gegen die vielen Baumfällungen im Bezirk. Wir kritisieren auch von Anbeginn an, dass das Parkhaus im Brunnerpark gebaut wird.

„Krone“: Der Park muss ja der Garage weichen…
Rotraud Steiger: Im Brunnerpark stehen zahlreiche 120 Jahre alte Bäume, er ist eine grüne Lunge für die Stadt. Wir brauchen die Bäume und Sträucher in der Innenstadt gegen die steigende Erhitzung. Ich verstehe nicht, dass ein Park in einer geschützten Altstadt einfach so in Bauland umgewidmet werden kann.

„Krone“: Sie sammelten 1000 Unterschriften dagegen.
Rotraud Steiger: Das ist viel für Braunau! Es gab Ideen für andere Standorte - es nützte nichts.

„Krone“: Was fürchten Sie?
Rotraud Steiger: Ich werde den Park vermissen, ich lebe hier seit 53 Jahren, es wird sich die Luft verschlechtern, die Garage soll nur per Durchlüftung gereinigt werden. Das müssen wir Anrainer ertragen. Ich bin furchtbar enttäuscht, andere auch, mich sprechen viele Leute an...

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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