Badly Drawn Boy, alias Damon Gough, hat sich nach zwei in Kalifornien eingespielten Alben wieder ins heimatliche Manchester zurückgezogen, einen alten Kumpel als Produzenten herangezogen und ein ausgezeichnetes Album eingespielt.
Zwar klingt der Opener (zugleich auch der Titelsong)"One plus One is One" so, als würde der Boy Julian Lennonnachspielen, der wiederum seinen Vater John Lennon nachspielt,aber er kriegt gerade noch die Kurve und die Nummer geht schönins Ohr und weckt ein bisschen Erinnerungen an bessere Musikzeiten.
Der Rest des Albums schwindelt sich charmant zwischenfolkigen und avantgardistischen Einflüssen, erinnert malmehr an die Beatles, dann wieder wegen der Melancholie und derspärlichen Instrumentierung an die Alben von Aqualung. Einbisschen nervig sind die Kinder-Choräle im Hintergrund aufden Tracks "Year of the Rat" und "Holy Grail". Ansonsten aberein durchaus sympathisches Album ohne große Höhe- oderTiefpunkte, dafür zum immer wieder hören.
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