Er sieht es gelassen

Kritik für Unternehmer weil er Wasser vermarktet

Für viele Ulrichsberger ist der Innviertler Unternehmer Johannes Pfaffenhuemer ein rotes Tuch. Er darf, wie berichtet, nach einem Urteil des Landesverwaltungsgerichts Trinkwasser der Gemeinde abfüllen und vermarkten. Dass die Projektgegner nun weitere rechtliche Schritte ankündigen, lässt ihn relativ kalt.

„OÖ Krone“:Sie dürfen nun doch Ihr Wasserprojekt umsetzen. Haben Sie damit gerechnet?

Johannes Pfaffenhuemer: Das Urteil zeigt, dass wir doch in einem Rechtsstaat und nicht in einer Bananenrepublik leben. Nur weil 1000 Menschen etwas unterschreiben, heißt das nicht, dass sie Recht haben.

„OÖ Krone“: Viele fürchten einen Ausverkauf ihres Trinkwassers?

Johannes Pfaffenhuemer: Auch ich bin gegen einen Ausverkauf. Mir geht es um eine Absicherung des Wassers. Man muss bedenken, dass weltweit 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu reinem Trinkwasser haben, deshalb ist die erlaubte Mickey-Mouse-Menge von 50.000 Litern Wasser am Tag in Ulrichsberg nichts.

„OÖ Krone“: Sie wollen aber damit Geschäfte machen?

Johannes Pfaffenhuemer: Aber ganz sicher nicht zu Preisen, zu denen Wasser derzeit verkauft wird.

„OÖ Krone“: Wie hoch ist Ihr Preis?

Johannes Pfaffenhuemer: Das kann ich derzeit nicht sagen. Ich muss meinen Business-Plan völlig neu aufsetzen.

„OÖ Krone“: Fürchten Sie nicht, dass die angekündigten Einsprüche der Projekt-Gegner Ihr Vorhaben noch kippen könnte?

Johannes Pfaffenhuemer: Nein, ich sehe das sehr gelassen. Mir wäre es sehr recht, wenn ich den Leuten erklären könnte, worum es mir geht. Mir geht es um ein Wasser fürs Überleben und darum, dass jeder einen Zugang zu Wasser bekommt.

„OÖ Krone“: Dann steht also einem raschen Start des Projekts nichts mehr im Wege?

Johannes Pfaffenhuemer: Das kann ich nicht sagen. Ich muss laut Bescheid vor dem 31. Dezember 2021 beginnen.

Interview: Mario Zeko, Kronen Zeitung

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