Magistratsbescheid:

Kleingärtner in Pichling müssen „Paradies“ räumen

Es tut einem im Herzen weh! Überall blühen in der kleinen Schrebergartensiedlung prächtige Rosen und andere Blumen in den schillerndsten Farben, wächst in Beeten das Gemüse. Doch die dortigen Kleingärtner können sich darüber nicht so richtig freuen, da sie ihr Kleinod schon bald dem Boden gleich machen müssen.

Als Johann Houdek (75) und die anderen Pächter der kleinen aber feinen Schrebergartensiedlung in der Oidenerstraße in Pichling kürzlich vom Magistrat Post bekamen, fielen sie aus allen Wolken. In dem Brief wurde ihnen mitgeteilt, dass ihre Nutzungsvereinbarung mit 31. Dezember 2019 gekündigt wird und ihr Garten im ursprünglichen Zustand der Stadt Linz zurückzugeben ist. „Da wir nur ein Nutzungsrecht auf Widerruf haben, müssen wir die Kündigung wohl schweren Herzens hinnehmen. Aber die Art und Weise, wie das passiert, ist nicht zu verstehen“, ärgert sich Johann Houdek darüber, dass man die plötzlich veranlasste Räumung nicht einmal begründet.

Plötzliche Kündigung nach fast 20 Jahren
Der 75-jährige, musste bereits im Vorjahr um sein „Paradies“, das er nun bereits seit fast 20 Jahren hegt und pflegt, fürchten, als das Bauamt aus heiterem Himmel feststellte, dass die Hütten auf den Parzellen zu groß wären und es ihn und die anderen Schrebergärtner aufforderte, um eine nachträgliche Baugenehmigung anzusuchen. Wenig später erwies sich dies allerdings als Irrtum des Amtes. Und jetzt die plötzliche Kündigung.

Warteliste als „Trostpflaster“
Als „Trostpflaster“ bietet das Magistrat den Gartlern, nachdem sie ihre Hütten abgerissen und Pflanzen, Hecken und Bäume dem Boden gleich gemacht haben, nun lediglich einen Platz auf der Warteliste für einen neuen Kleingarten nahe des Weikerlsees an. Ein erhoffter Termin bei SP-Stadtchef Klaus Luger kommt derzeit leider nicht zu Stande. Der weilt in seinem „Garten Eden“ - in Kroatien. 

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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Mittwoch, 26. Februar 2020
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