Auf die Straße:

1500 Tonnen Felsen stürzten vom Traunstein

Oberösterreich
07.08.2019 07:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

1500 Tonnen Fels und Gestein donnerten am Montagmittag auf die Forststraße, die unterhalb des Traunsteins zur Mairalm führt. Voraussichtlich eine Woche lang ist damit der Aufstieg zum Traunstein sowie der Zugang zur Alm gesperrt. Wolfgang Gasperl von der Wildbachverbauung bleibt gelassen.

„OÖ Krone“: Der Felssturz wird auf etwa 1500 Tonnen geschätzt, einzelne Blöcke sollen Hundert Tonnen Gewicht haben. Zerbröselt der Traunstein?

Wolfgang Gasperl: Der Traunstein ist immer in Bewegung. Das haben wir damals beim Gschliefgraben auf der anderen Seite des Traunsteins gesehen. Wir haben eine Tiefenbohrung in einem Schwemmkegel im Traunsee gemacht. Da sind wir in 170 Meter Tiefe immer noch mit Rutsch- und Schwemmmaterial statt festem Gestein konfrontiert gewesen. Ein Abbruch ist ein natürlicher Vorgang.

„OÖ Krone“: Was wird die „Wildbach“ beim aktuellen Felssturz unter der Mairalm machen?

Wolfgang Gasperl: Gar nichts. Schutzmaßnahmen sind nur im Siedlungsgebiet und bei öffentlichen Straße nötig. Die betroffene Forststraße gehört den Bundesforsten, die bereits Maßnahmen eingeleitet haben. Möglicherweise muss auch Gestein aus Lainaubach entfernt werden.

„OÖ Krone“: Gibt es sonst noch „Baustellen“ in Oberösterreich?

Wolfgang Gasperl: Momentan nicht. Wenn starke Gewitter mit viel Niederschlag kommen, kann sich das schnell ändern.

Interview: Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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