02.08.2019 08:00 |

„Lärmplage“

Gefällte Bäume sorgen für Ärger bei Anrainern

Sie sehen sich einer enormen Lärmbelastung ausgesetzt und klagen über den Verlust eines Spielplatzes: Bewohner des Hochhauses bei der Grenobler Brücke in Innsbruck trauern dem verloren gegangenen Kleinod vor ihrer Haustür massiv nach. Prachtvolle und zum Teil uralte Bäume wurden dort für die neue Tramtrasse gefällt.

Er wohnt schon seit Jahrzehnten im Hochhaus an der Schützenstraße. Der ehemalige Sportjournalist Max Sturm erinnert sich noch an die Zeit, als Felder an das Haus grenzten. Viele Veränderungen hat er seitdem miterlebt. Was mit den Bäumen vor seiner Haustür geschehen ist, schmerzt den Innsbrucker trotzdem ganz besonders. Vor allem deshalb, weil die riesigen Bäume für Sturm auch eine Art Schutzwall waren, die die Wohnungen von Lärm und Abgasen abschirmten. Doch für den Bau der Straßenbahnbrücke musste das Kleinod weichen.

„An Schlaf ist wegen des Lärms nicht zu denken“
„Gerade in den Nachtstunden, wenn Motorradfahrer und Autos mit Höchstgeschwindigkeit über die Brücke rasen, ist an Schlaf nicht mehr zu denken“, wettert Sturm und zeigt sich enttäuscht, dass auch der Kinderspielplatz Opfer der Bauarbeiten wurde. „Der gleicht derzeit einem Abenteuerspielplatz.“

Bernhard Matt von der Innsbrucker Immobiliengesellschaft – kurz IIG – räumt ein, dass es bei der Wiederherstellung der Grünanlagen durch die Errichtung des Kindergartens zu eine Verzögerung kam, verspricht aber, dass diese zeitnah erfolgen wird. Ob die zum Teil bereits neu gepflanzten Bäume in einigen Jahren aber lärmdämmend sein werden, bezweifelt Harald Muhrer von den IVB. „Um Lärm abdämmen zu können, wäre etwa eine Lärmschutzwand erforderlich, die aber auch nur das unterste Geschoß direkt hinter der Lärmschutzwand schützen würde. Der Baumbewuchs aber hat keine nennenswerte lärmdämmende Wirkung für die Anrainer, sondern hat nur eine optische Wirkung. Denn man sieht den vorbeifahrenden Verkehr eben nicht“, meint Muhrer.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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