Thailand-Unruhen
‘Rothemden’ ziehen sich um – erneut Granatenangriff
Ausland
26.04.2010 08:22
Die Führung der Protestbewegung in Thailand hat ihre Anhänger aufgerufen, auf die rote Erkennungsfarbe zu verzichten. Im Fall einer Niederschlagung der Proteste wollen die "Rothemden" auf diese Weise unerkannt untertauchen. Außerdem dient die Aktion dem Zweck, weitere Demonstranten aus der Provinz ungehindert in die Hauptstadt Bangkok zu bringen, wie einer der Führer, Kokaew Pikulthong, erklärte.
Unterdessen wurden bei einem Granatenangriff auf das Haus des ehemaligen Regierungschefs Banharn Silpa-archa in Bangkok elf Menschen verletzt. Eines der Opfer habe lebensgefährliche Verletzungen erlitten, die übrigen leichte, teilte die Polizei mit.
In den vergangenen Wochen wurden mehrere politisch bedeutsame Orte in Thailand Ziele von Anschlägen. In der Hauptstadt protestieren die oppositionellen "Rothemden" seit Wochen gegen Regierungschef Abhisit Vejjajiva und seine Regierung, der sie elitäres und undemokratisches Verhalten vorwerfen. Banharn war von Juli 1995 bis November 1996 thailändischer Ministerpräsident.
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