26.07.2019 16:17 |

Causa Wohnungsvergaben

Der Rechnungshof will die „Gemeinnützigen“ prüfen

Bei den gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen darf der Rechnungshof derzeit nur die Aufsicht durch die Länder prüfen. Dabei kamen jede Menge Ungereimtheiten wie Wohnungsvergaben an Verwandte oder Nahestehende des Managements zutage.

Rechnungshof-Chefin Margit Kraker wünscht sich, dass sie alle gemeinnützigen Bauvereinigungen prüfen darf. Momentan sind es nur jene mit öffentlicher Eigentümerschaft (die meisten gehören Vereinen, Versicherungen, der Gewerkschaft usw.). 

Untersuchung zeigt Kontrollbedarf
Hingegen darf die Aufsichtspflicht der Länder kontrolliert werden. Und da kam bei einer Untersuchung in Wien, Salzburg und Tirol (76 Bauvereinigungen) einiges zum Vorschein, das nach mehr Kontrolle schreit. Beispiele:

  • Der Sohn und die Lebensgefährtin eines Geschäftsführers kauften von der gemeinnützigen Wohnbauvereinigung eine Dachgeschoßwohnung in Salzburg Stadt.
  • In Wien mieteten Angehörige von Vorständen Wohnungen, die Tochter eines Geschäftsführers und die Ehefrau eines anderen kauften Wohnungen.

Akuter Personalmangel
Angaben zur Angemessenheit der Geschäfte fehlten. Überhaupt mangelte es überall an Personal für die Aufsicht. In Wien betreute eine Mitarbeiterin 35 gemeinnützige Firmen.

Manfred Schumi, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 13. April 2021
Wetter Symbol