2. TV-Debatte in GB

Premier-Kandidaten streiten über EU-Themen

Ausland
23.04.2010 00:37
In der zweiten TV-Debatte im britischen Wahlkampf sind die Chefs der drei großen Parteien am Donnerstagabend gleich zu Beginn bei Fragen über Europa aneinandergeraten. Premierminister Gordon Brown (rechts im Bild) verteidigte die Mitgliedschaft in der EU. Es wäre ein "schrecklicher Fehler", wenn Großbritannien in der Union isoliert sei, sagte der Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei bei der Debatte im Sender Sky News.

Browns Herausforderer von den konservativen Tories, David Cameron (links), machte hingegen seine europakritische Linie deutlich: Seine Partei sei zwar dafür, dass Großbritannien in der EU bleibe, aber nicht von der EU "geführt" werde.

Der Chef der Liberaldemokraten, Nick Clegg (Bildmitte), der die erste TV-Debatte vor einer Woche überraschend gewonnen hatte, verteidigte die Mitgliedschaft in der EU. Die Union sei zwar "nicht perfekt, aber wir sind stärker zusammen". Clegg, der als Außenseiter gestartet war, legte seit der ersten TV-Debatte in Umfragen deutlich zu (siehe Infobox).

Cameron und Clegg liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen
Als Sieger aus der Debatte sind Cameron und Clegg hervorgegangen, die sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Während der Konservative Cameron in einer Sofortumfrage für die Zeitung "The Sun" voran lag, setzte sich in einer Telefonbefragung des Instituts ComRes der Liberaldemokrat Clegg durch. Premierminister Gordon Brown lag jeweils zurück - allerdings deutlich knapper als in der ersten Debatte, die Shooting-Star Clegg klar für sich entschieden hatte.

Cameron erreichte bei der "Sun"-Umfrage 36 Prozent Zustimmung, Clegg 32, Brown 29. In der repräsentativen Umfrage von ComRes für den TV-Sender ITV setzte sich Clegg mit 33 Prozent jeweils knapp vor Cameron und Brown mit je 30 Prozent durch. 

War es vergangene Woche noch um innenpolitische Themen gegangen, standen diesmal Außenpolitik und EU im Vordergrund. Es wurde aber auch über Atomwaffen und den anstehenden Besuch des Papstes in Großbritannien diskutiert.

Die dritte Debatte, bei der Wirtschaftsthemen auf dem Programm stehen werden, findet in einer Woche statt.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
23.04.2010 00:37
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung