Neue Grippe
Erster H1N1-Patient der Welt möchte Arzt werden
Hernandez galt als erster mit dem H1N1-Virus infizierter Mensch. Eine Annahme, die sich bald als Irrtum herausstellte, da das Virus schon vorher in Mexiko und den USA Menschen befallen hatte. Doch Edgar gilt auch weiterhin als Symbol der Pandemie, die den Globus vor einem Jahr in Angst und Schrecken versetzte - auch deshalb wurde ihm zu Ehren ein Denkmal in seinem Heimatdorf La Gloria errichtet.
Über Berühmtheit nicht erfreut
Edgar Hernandez ist über seine Berühmtheit nicht erfreut, denn seine Schulkameraden foppen ihn. "Sie sagen, dass ich immer noch krank bin", beklagte sich der Bub. "Er möchte Arzt werden, um Kinder zu behandeln, die krank werden wie er", erzählte seine Mutter Maria Del Carmen.
Die mexikanische Volkswirtschaft wird etwas länger als der kleine Edgar brauchen, um wieder auf die Beine zu kommen. Rund 2,3 Milliarden Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) Verluste bedeutete die Epidemie für Mexiko. Heute ist "H1N1 stabil und unter Kontrolle", versicherte Mexikos Gesundheitsminister José Angel Córdova.
Die anfangs "Schweinegrippe" genannte Erkrankung wurde Ende April 2009 in Kalifornien als bis dahin unbekanntes Influenza-Virus identifiziert. In Folge der weltweiten Verbreitung rief die WHO am 11. Juni 2009 die Pandemiestufe 6 aus. Die Furcht vor der Grippe ist inzwischen wieder geschwunden - aber Experten warnen, dass die Pandemie nicht vorüber ist.
40 H1N1-Todesfälle in Österreich gemeldet
In Österreich sind innerhalb knapp eines Jahres 40 Todesfälle durch die Neue Grippe gemeldet worden, 4.017 Personen mit einer H1N1-Erkrankung wurden offiziell registriert, 1.569 Betroffene im Spital behandelt. Diese Bilanz zog das Gesundheitsministerium am Donnerstag in einer Aussendung. Erfasst wurden Tote und Krankheitsfälle von 27. April 2009 bis 18. April 2010. Das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC) meldete bis 28. März weltweit 1.841 Tote durch die Neue Grippe.
Bis Mitte April wurden in Österreich insgesamt 371.800 Impfungen gegen das Virus verbraucht, so das Ministerium. Die hochgerechnete Gesamtzahl der Erkrankungen - insgesamt 350.000 bis 400.000 - sei vergleichbar mit einer "normalen" saisonalen Grippewelle. Im Unterschied zu den Influenza-Saisonen der vergangenen Jahre habe die Neue-Grippe-Welle um acht bis zehn Wochen früher begonnen. Untersuchungen ergaben, dass diesmal ausschließlich A(H1N1)-Viren zirkulierten.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.