„Wir haben verschiedene Materialien getestet und uns dann für das Naturprodukt entschieden. Die Kunden nehmen sich die Strohhalme sogar mit nach Hause“, sagt Karl Wögerer aus Feldkirchen/Donau, der Sprecher der aktuell 75 KultiWirte in Oberösterreich. Und man geht sogar noch einen Schritt weiter, will Trinkhalme nicht automatisch zum Getränk dazugeben, sondern nur noch auf Verlangen der Gäste.
Halme aus Hausruckviertel
Bei der Alternative zu den Plastikhalmen haben die KultiWirte auch daran gedacht, die Wertschöpfung im Lande zu lassen. So geht der Auftrag für den umweltfreundlichen Ersatz an den Biobauern Daniel Auinger aus Atzbach im Bezirk Vöcklabruck. Er arbeitet seit mehreren Jahren daran, eine biologische Alternative zu den Plastikhalmen, die für ihre Zersetzung bis zu 500 Jahre benötigen, auf den Markt zu bringen, und erntet auf seinem Feld die Bio-Halme. Inzwischen ist er so weit, dass diese per Laser-Gravur für Kunden beschriftet werden können.
30 Kilo Plastik pro Person
Rechnet man den Strohhalmverbrauch auf die Einwohner Oberösterreichs um, dann verwendet jeder von uns im Schnitt pro Jahr 24 Trinkhalme. Das sind, bei einem Gewicht von etwa zwei Gramm pro Halm gerundet 50 Gramm Plastikabfall pro Jahr. Insgesamt entsorgt jeder Oberösterreicher pro Jahr 30 Kilo Plastikmüll, von dem rund ein Drittel wiederverwerte wird. Und beim Restmüll kommt jeder von uns auf 116 Kilo pro Jahr.
Markus Schütz, Kronen Zeitung
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