Nach Erdbeben
Mehr als 2.000 Tote ++ China ordnet Staatstrauer an
In dem am vergangenen Mittwoch von dem Beben zerstörten Bezirk im tibetischen Hochland der Provinz Qinghai setzten die Bergungskräfte am Dienstag ihre Suche nach Überlebenden fort. Obwohl verschüttete Opfer nach Angaben von Experten nach drei Tagen kaum noch eine Überlebenschance haben, konnten die Retter am Montag drei Menschen lebendig aus den Trümmern bergen, wie die Zeitung "Global Times" am Dienstag berichtete.
Auf den schweren Erdstoß der Stärke 6,9 am vergangenen Mittwoch folgten mehr als 1.200 Nachbeben. Sie lösten weitere Erdrutsche und Schlammlawinen aus und erschwerten damit zusätzlich die Rettungsarbeiten. Für die nächsten beiden Tagen sagte der Wetterdienst zudem Schneestürme und Glatteis voraus.
Dalai Lama würde Opfer gern besuchen
Der Dalai Lama hat seinen Wunsch erklärt, das Erdbebengebiet zu besuchen, um Trost zu spenden. Die tibetische Erdbebenopfer wünschen den persönlichen spirituellen Beistand des Dalai Lama, appellierte die Menschenrechtsorganisation "Save Tibet". In einem Brief an die chinesische Staatsführung bitten sie demnach, ihrem exilierten geistlichen Oberhaupt die Einreise in das schwer getroffene Erdbebengebiet zu erlauben.
Sie würden seines Trostes bedürfen, "um ihre verwundeten Seelen zu heilen". China möge doch für kurze Zeit die politischen Differenzen beiseitelassen. Laut einem Bericht in der kanadischen Zeitung "Ottawa Citizen", schätzen tibetische Mönche in Tibet, dass die Zahl der Toten bis auf 10.000 steigen wird.
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