40 Termine abgesagt

Kabelbrand legte Operationssäle in Spital lahm

40 Menschen sollten am Mittwoch im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck operiert werden - wegen eines Kabelbrands der Notstromversorgung im Rechenzentrum fielen alle aus! Der Strom war weg, das Spital teilweise lahmgelegt, für akut erkrankte Personen bestand aber laut Verantwortlichen zu keiner Zeit Gefahr.

Chaos im Krankenhaus: Weil gegen 6.30 Uhr im Rechenzentrum, in dem alle EDV-Daten der Regionalspitäler der oberösterreichischen Gesundheitsholding zusammenlaufen, ein Kabel im Bereich der Notstromversorgung brannte, waren Teile des Salzkammergut-Klinikums in Vöcklabruck stundenlang ohne Strom. 40 anstehende Operationen mussten abgesagt werden, Rettungen wurden in die umliegenden Krankenhäuser nach Bad Ischl, Salzburg, Ried oder Gmunden umgeleitet.

„Zu keiner Zeit Personen in Gefahr“
„Der Brand hat eine Kettenreaktion ausgelöst und Teile der Stromversorgung lahmgelegt“, so Brigitte Buberl, die Pressesprecherin des Krankenhauses. Das Team reagierte rasch und traf alle Maßnahmen, die für ein Szenario wie dieses geplant sind: „Wir haben sofort einen Krisenstab gebildet und Punkt für Punkt alles abgearbeitet. Die Versorgung von akut erkrankten Personen war zu jeder Zeit gewährleistet“, so die Sprecherin. Wäre zur stromlosen Zeit ein akuter Notfall ausgebrochen, hätte dieser behandelt werden können, Menschenleben seien nie in Gefahr gewesen. In der Ambulanz kam es zu erheblichen Wartezeiten, das Spital empfahl, Hausärzte aufzusuchen. Auch die Telefone waren aufgrund des Brandes teilweise stundenlang stumm.

Keine Konsequenzen für andere Krankenhäuser
Obwohl im Rechenzentrum mehrere Spitäler ihre EDV-Daten speichern, gab es an keinem anderen Standort Probleme. Laut Energie AG war auch das öffentliche Netz zu keiner Zeit betroffen.

Lisa Stockhammer, Kronen Zeitung

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