Fachkräftemangel in OÖ

„Wir müssen überall nach den besten Köpfen suchen“

Eine rasant wachsende IT-Branche stellt Unternehmen vor Herausforderungen. „Im Jahr 2030 werden uns rund 130.000 Fachkräfte fehlen, wenn wir nicht gegensteuern“, prognostiziert Landesrat Markus Achleitner bei einer Oberösterreich-Präsentation in München. Fachkräfte und Talente sollen „angeworben“ werden.

Nach Berlin präsentiert die Standortagentur Business Upper Austria diese Woche in München Unternehmen Oberösterreichs, die Unis, aber auch die Landschaft, die Lebensqualität. Einen guten Rahmen bietet der Flagship-Store des Innviertler Naturholzmöbelherstellers Team 7 mitten in der bayerischen Hauptstadt. Hierher lud man am Montag zum TechTalk ein. Andreas Dangl, Geschäftsführer von Fabasoft, brachte auf den Punkt, worum es geht: „Wir zeigen Präsenz, um Kunden und junge Leute auf Oberösterreich aufmerksam zu machen.“ - siehe Interview.

Bayern und Oberösterreich als „Marke“
Vor allem Fachkräfte sollten sich für Jobs und Ausbildungen bei uns interessieren. Im Hintergrund steht eine noch laufende Analyse, die Landesrat Markus Achleitnerfür die „Krone“ so bilanziert: „Energiewende, neue Mobilität und Digitalisierung erhöhen den Fachkräftebedarf so stark, dass wir nach Talenten in andern Ländern Ausschau halten müssen.“ Beim guten Wirtschaftspartner Bayern fängt die Suche an. Für Markenspezialistin Angelika Sery-Froschauer logisch: „Wir haben gemeinsame Wurzeln, beide Regionen zu einem Wirtschaftsraum auszubauen, liegt darum nahe.“

Am Podium
Dieses Bekenntnis zu noch mehr „Beziehungspflege“ bekräftigten Achleitner und Sery-Froschauer auch am Podium des Jahresempfangs der österreichischen Wirtschaft in der Industrie- und Handelskammer München.

„Chancen nur begrenzt nutzbar“
Andreas Dangl (53) ist Geschäftsführer bei Software-Entwickler Fabasoft mit Sitz in Linz, der aktuell 40 Millionen € Umsatz macht.
„Krone“: Fabasoft wurde vor gut 30 Jahren gegründet…
Andreas Dangl: Ja, von zwei Studenten in der Garage. Heute sind wir börsennotiert, haben mehrere Standorte und suchen überall Fachkräfte.

„Krone“: Setzt das Wachstumsgrenzen?
Andreas Dangl: Ja, einerseits wächst der Bedarf an Fachkräften enorm, fast schon jeder Betrieb sucht welche. Andererseits können die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht ausreichend genutzt werden, weil die gesetzlichen Rahmenbedingungen bei uns fehlen.

„Krone“: Ist es woanders besser?
Andreas Dangl: Hat ein Softwareunternehmen im Silicon Valley eine gute Idee, steht ihm sofort der amerikanische Binnenmarkt offen. Uns fehlt leider ein europäischer Binnenmarkt. Der muss dringend entwickelt werden, sonst fährt uns der Zug davon. Und ich wünsche mir mehr HTLs, Fachhochschulen.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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