29.06.2019 06:00 |

Start erfolgt 2026

NASA will Atom-Drohne zu Saturnmond Titan schicken

Die US-Weltraumbehörde NASA hat einen ehrgeizigen Plan für die Erforschung des Saturnmondes Titan entwickelt. Der Trabant, der der frühen Erde ähneln soll, soll von einer atomgetriebenen Drohne erforscht werden, die insgesamt fast 200 Kilometer auf dem Titan herumfliegen soll.

Die Mission „Dragonfly“ soll in sieben Jahren starten, nach weiteren acht Jahren Reise soll die Drohne den Saturnmond erreichen. Das achtrotorige Fluggerät soll nach seiner Landung mehr als 175 Kilometer weit an verschiedene Orte des Mondes fliegen und diese erforschen.

„Titan ist anders als alle anderen Orte im Sonnensystem und am ehesten mit der frühen Erde vergleichbar“, so NASA-Projektleiter Jim Bridenstine. Deshalb wolle man mit der Mission „Dragonfly“ zwei Jahre lang die chemische Zusammensetzung und die mögliche Bewohnbarkeit des Titan erforschen. Auch nach Spuren von Leben will man fahnden.

Am Titan herrschen minus 180 Grad
Allzu lebensfreundlich ist der Titan allerdings nicht. Der Mond mit rund 5150 Kilometern Durchmesser besteht zu großen Teilen aus Eis und hat durch seine große Distanz zur Sonne Durchschnittstemperaturen von rund 180 Grad unter dem Gefrierpunkt. Durch seine stickstoffreiche und dichte Atmosphäre und das Auftretens von Flüssigkeit gilt er dennoch als einer der erdähnlichsten Himmelskörper im Sonnensystem.

Wichtiges Vorwissen für die geplante „Dragonfly“-Mission sammelte die NASA gemeinsam mit der ESA bei der 1997 gestarteten Weltraummission „Cassini-Huygens“. Dabei wurden zwei gekoppelte Sonden - Cassini und Huygens - zum Saturn geschickt. Cassini untersuchte den Ringplaneten aus der Umlaufbahn, Huygens landete am Titan. Dort entdeckte die Sonde unter anderem Seen aus Methan, in denen Wissenschaftler organische Verbindungen vermuten.

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