Wohnbaugelder

Rechnungshof durchleuchtet die Milliardengeschäfte

Niederösterreich
10.04.2010 18:27
Die Geschäfte sind im Jahr 2008 schlecht gelaufen: Bei den veranlagten Wohnbaugeldern fehlte viel Geld – rein rechnerisch, weil man in schlechten Zeiten ja nicht verkauft. Ein der „Krone“ zugespielter Rechnungshof-Rohbericht kritisiert nun Rendite und Risikobereitschaft. Landesvize Sobotka (Bild) kontert: „Das ist nur eine Momentaufnahme!“

4,4 Milliarden Euro veranlagte das Land, um mit dem jährlichen Ertrag Projekte wie die 24-Stunden-Pflege finanzieren zu können. Derzeit muss, um die angepeilten Erträge zu erhalten, allerdings laut Rechnungshof auch vom Kapitalstock Geld abgezogen werden. 

„2008 war für alle ein hartes Wirtschaftsjahr. Nur deshalb musste auf die Substanz zurückgegriffen werden. Derzeit läuft es wieder sehr gut, und wir werden den Kapitalstock auffüllen können“, erklärt dazu der zuständige Landesvize Wolfgang Sobotka. Das Risiko sei durch ein neues Gesetz des Landtages aus dem vergangenen Jahr geregelt.

Im Rechnungshofbericht heißt es weiter: „Die Rendite der Spezialinvestmentfonds lag deutlich unter vergleichbaren Produkten.“ Konter Sobotkas: „Da wurde nur ein Vergleichsprodukt herausgepickt. Langfristig sind wir gut unterwegs.“

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung 

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