Online-Beratung:

Hilfe für die Seele gelingt auch per Mausklick

Die Neuen Medien verändern nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Besonders die jüngere Generation wickelt viel „Beziehungsarbeit“ über Facebook & Co ab. Die Telefonseelsorge mit der Hotline 142 reagiert darauf mit Online-Beratung: In Lebenskrisen kann per Mail oder im Chat Hilfe gesucht werden. Im Vorjahr nutzten das schon 3796 Internet-User.

„Jeder will gehört werden und mit anderen verbunden sein“, sagt Silvia Breitwieser, Leiterin der Telefonseelsorge in Oberösterreich. Gerade wenn Beziehungsprobleme oder psychische Beeinträchtigungen, etwa Depressionen, auftauchen, „brauche ich jemanden, der mir zuhört.“ Die Telefonseelsorge leistete dieses „Zuhören“ im Vorjahr für 130.000 Betroffene per Handy und für 3796 per Mail oder im Chat.

Not und Leid online
„Menschen über 40 Jahre greifen zum Handy. Jüngere Betroffene kontaktieren uns allerdings lieber online“, skizziert Breitwieser den Trend. Diese sagt weiters: „Die Jüngeren wachsen mit dem Internet auf, ihre Beziehungen laufen über Social Media-Kanäle, darum ist es logisch, dass per Internet Rat gesucht wird.“

Der Bedarf steigt
Online-Hilfe ist in Akutsituationen - auch bei Suizidgefährdung - genauso wirksam wie telefonische Krisenintervention. Derzeit arbeitet österreichweit ein zehnköpfiges Telefonseelsorge-Team in der Online-Beratung: „Der Bedarf steigt, wir suchen Engagierte, die bei uns mitarbeiten wollen und unsere Online-Berater-Ausbildung machen.“

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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