18.06.2019 18:00

Personalmangel:

„In Linz fehlen noch immer 90 Polizisten“

„Videoüberwachung wirkt präventiv, weil sich Täter nicht unbeobachtet fühlen und sie außerdem ein wichtiges Hilfsmittel bei der Aufklärung von Straftaten ist“, bekräftigt FP-Sicherheitsreferent Michael Raml deren Notwendigkeit. Gleichzeitig hofft er auf das, was die beste Kamera in Linz nicht ersetzen kann: Polizisten!

Nach den Vorfällen vom Wochenende, bei der einerseits vier Männer zwei Fahrgäste in einer Linzer Straßenbahn attackierten und dabei ein Handy erbeuteten und andererseits ein 21-Jähriger nach einem Streit an der Haltestelle Simonystraße eine Pistole zückte, schlägt FP-Sicherheitsreferent Michael Raml Alarm: „Derartige Angriffe in den Öffis konterkarieren die jahrelangen Bemühungen und Investitionen, Menschen zum Umstieg vom Individualverkehr auf Bus, Bim und Zug zu bewegen.“ Der Freiheitliche fordert neben der flächendeckenden Videoüberwachung eine Verschärfung des Strafrechts - statt einem Jahr, künftig zwei Jahre Höchststrafe für Übergriffe aller Art auf Öffi-Benutzer. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste muss dem Strafrecht mehr wert sein.“ Was Raml aber noch mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist der Personalfehlstand bei der Linzer Exekutive.

„Auge des Gesetzes“ braucht Personal
Derzeit bräuchte es etwa 90 Polizisten mehr. „Die Planposten stehen uns zu, werden aber nicht besetzt“, so Raml. Laut ihm habe Ex-FPÖ-Innenminister Herbert Kickl das „jahrelange Sparen auf Kosten der Sicherheit“ geändert und die Linzer Polizei um 23 Beamte aufgestockt. Weitere 15 sollen im Sommer diesen Jahres in den Dienst gestellt werden. Und auch die initiierte Forcierung der Ausbildung neuer Polizisten sieht der Sicherheitsreferent positiv: „Von der verstärkten Ausbildung neuer Beamter wird ganz Österreich, aber speziell auch unsere Stadt, profitieren. Der Personalmangel wird dadurch rasch abgebaut werden können. Der jetzige Innenminister Wolfgang Peschorn und sein Nachfolger müssen diese notwendige Maßnahme ihres Vorgängers unbedingt weiter verfolgen und durchsetzen.“

Raml mit Resolution im nächsten Gemeinderat
Um seine Forderung zu untermauern, wird die FPÖ-Fraktion in der kommenden Gemeinderatssitzung am 4. Juli eine Resolution an den Innenminister einbringen, die ihn anhält, die Zusagen von Ex-Minister Kickl einzuhalten und die Aufstockung der Linzer Exekutivbeamten auch weiter sicherzustellen.

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