Kampf um Sozialplan

250 Mitarbeiter der Post bangen um ihren Arbeitsplatz

Kärnten
09.04.2010 18:14
Die Schließung von Postämtern geht unaufhaltsam weiter. Die Gewerkschaft sieht die Infrastruktur, vor allem im ländlichen Raum, bedroht und schlägt Alarm: "Laut Plan des Managements wird es 2013 nur noch 19 Postämter in Kärnten geben!" Es wird um einen Sozialplan für die 250 betroffenen Mitarbeiter gekämpft.

Helmut Omotta, Chef der Kärntner Postgewerkschafter, hat erst am Freitag eine Liste mit vier weiteren Filialen, die zusperren, erhalten: Patergassen, Seeboden, Griffen und St. Lorenzen im Lesachtal – 31 sind es heuer insgesamt. Omotta: "Und das, obwohl die Post Millionengewinne erzielt, die Vorstände fürstlich entlohnt werden und die Aktionäre ihre Dividenden erhalten!"

"Die Post steuert auf einen Konkurs hin"
Vor acht Jahren hatte es in Kärnten noch 2.435 Mitarbeiter gegeben, heute sind es schon um 648 weniger. Und die Zukunft sieht trist aus. Omotta: "Das ist kein Kahlschlag mehr, die Post steuert auf einen Konkurs hin." Öffnungszeiten werden eingeschränkt, dadurch Kunden vertrieben, auch die Spareinlagen würden deswegen stark zurückgehen.

Die Gewerkschaft protestiert heftig gegen weitere Schließungen: "Das wäre auch für die Bevölkerung verheerend, deren Versorgung nicht mehr garantiert ist." Hier seien die Gemeinden gefordert, die mit der Post-AG verhandeln müssten. Kärntens ÖGB-Chef Hermann Lipitsch sorgt sich ebenfalls um die von den Schließungen betroffenen Mitarbeiter: "Wir brauchen dringend einen Sozialplan und eine Arbeitsstiftung!"

von Martin Radinger, "Kärntner Krone" 

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