Schon 13 FSME-Fälle:

Zecken visieren bei Kindern den Oberkörper an

Heuer ist wieder ein starkes Zeckenjahr! Bereits 13 FSME-Erkrankte sind in Oberösterreich registriert. Wie aktiv die Blutsauger im eigenen Garten sind, lässt sich mit Hilfe eines Leintuchs leicht testen. Und wo Zecken am liebsten zubeißen, genauer zustechen, zeigt eine Auswertung.

Konkret wurden 10.395 Zeckenstiche über zwei Jahre lang gesammelt und auf menschlichen „Landkarten“ eingetragen. Dabei zeigte sich folgendes Bild: Bei Kindern wurden 40 Prozent der Blutsauger auf Kopf, Armen und bis zur Brust gezählt. 31 Prozent der Spinnentiere wurden auf den Beinen bis zu den Knien festgestellt, der Rest (29%) dazwischen.

Anders bei Erwachsenen
Bei denErwachsenen gab’s ein ganz anderes Bild: 72% der Zecken verteilten sich regelmäßig auf Beine, Arme und Bauch. 24% saßen auf Schultern oder Kopf bis zum Haaransatz. Auf der Kopfhaut nisteten sich nur vier Prozent der „Schmarotzer“ ein.

Tägliche Körperhygiene
Das bedeutet, dass sich die allermeisten Zecken bis auf eine Höhe von gut einem Meter beim Vorbeigehen von Gräsern und Blättern abstreifen lassen und sich nicht wie Fallschirmspringer von den Bäumen herab auf Wanderer und Co. stürzen. „Wer in der Natur war, sollte einfach bei der täglichen Körperhygiene nach Zecken Ausschau halten“, sagt Wolfgang Ziegler, Sprecher der Hausärzte in Oberösterreich. Fälle, dass „Opfer“ von 20 oder mehr Zecken befallen werden, sind bekannt, meist sind es aber nur einzelne Tiere.

Tuch-Test
Ob im eigenen Garten die Gefahr groß ist, zeigt ein einfacher Test, der keinesfalls die Impfung „ersetzen“ soll: „Ein aufgespanntes weißes Tuch einige Schritte übers Gras ziehen.Aktive Zecken klammern sich fest“, weiß der aus Oberösterreich stammende Vize-Chef des Parasitologie-Instituts an der Veterinärmedizinischen-Uni in Wien, Georg Duscher. Keine Zecken am Tuch heißt nicht, dass keine da sind, nur eben keine hungrigen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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