Tagelang vermisst

Pforzheimer Bürgermeister nach Rettung erleichtert

Tirol
07.04.2010 09:18
Nach der gelungenen Bergung der vier Deutschen, die sich am Samstag bei schlechter Sicht am Großvenediger verirrt hatten und drei Tage lang auf einer Seehöhe von 3.400 Metern bei eisiger Kälte und Schneefall ausharren mussten, hat sich der deutsche Politiker Alexander Uhlig, einer der Geretteten (links im Bild mit seinen Kameraden), bei einer Pressekonferenz im Krankenhaus Lienz erleichtert gezeigt.

"Meine ganze Hoffnung bestand darin, dass am Montag bessere Wetterverhältnisse sind", sagte der Pforzheimer Baubürgermeister. Diese Hoffnung sei allerdings leider nicht Wirklichkeit geworden, sondern der Sturm sei unvermindert weiter gegangen.

Deshalb sei ihnen klar gewesen, dass dadurch nicht nur die Gruppe am Abstieg gehindert wurde, sondern auch die Retter, insbesondere die Hubschrauber, höchstwahrscheinlich nicht werden ausrücken können, schilderte er. "Insoweit galt es letztendlich dann für beide Seiten zu warten, bis das Wetter besser wird, was ja Gott sei Dank heute Nacht der Fall war", meinte Uhlig gegenüber "ORF Radio Tirol".

Alle in "guter körperlicher Verfassung"
Laut  Flugarzt, Peter Kraler waren die vier Bergsteiger nach der Rettung in "guter körperlicher Verfassung." Sie würden aber an leichter Unterkühlung leiden und an lokalen Kälteschäden an den Beinen, weshalb sie zur Beobachtung ins Krankenhaus in Lienz gebracht wurden. Psychisch gehe es den vier Deutschen sehr gut.

Die Bergsteiger hätten mit den Kräften sehr gut hausgehalten. Die Urlauber haben sich die Getränke und das Essen kameradschaftlich aufgeteilt, erzählte Bergretter Estolf Müller. "Sie haben sich hervorragend verhalten und ihr Not-Biwakquartier aufgestellt - da dürfte ihnen ihre Bergerfahrung sehr zugutegekommen sein." Auch die Bergausrüstung sei sehr gut gewesen, denn ansonsten hätten sie bei diesen Wetterverhältnissen nicht so gut überlebt.

Die vier Deutschen, die Dienstag früh wohlbehalten unterhalb der Venediger Scharte im Grenzgebiet zwischen Osttirol und Salzburg gefunden worden sind, waren drei Tage im Gebiet des Großvenedigers vermisst. Die Schneeschuhwanderer mussten bei teils sehr schlechtem Wetter bis zu ihrer Rettung in einem Loch ausharren (siehe Infobox).

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