Genug Reserven:

„Müssen kein Flusswasser trinken!“

Trotz ausgiebiger Regenfälle im Mai sind die heimischen Grundwasserspeicher noch nicht zur Gänze aufgefüllt - die „Krone“ berichtete. Und jetzt beginnt die Sommerhitze. Wie es um die Zukunft unserer Wasserversorgung steht, berieten Fachleute in Mautern im Bezirk Krems. Ihr Urteil: Kein Grund zur Sorge, aber ...

Knapp 316 Millionen Kubikmeter Wasser rinnen derzeit pro Jahr durch Hausanschlüsse, Betriebszuleitungen, Gartenschläuche und Beregnungsanlagen auf Feldern in Niederösterreich. Damit ist der Bedarf von Mensch, Tier, Industrie und Landwirtschaft zwischen Enns und Leitha abgedeckt, zudem sind in dieser Menge auch die Wasserexporte nach Wien und in das Nordburgenland eingerechnet. Reserven sind noch in ausreichendem Ausmaß vorhanden, betonten die Wissenschafter bei der Tagung in Mautern: „Das Grundwasservorkommen umfasst etwa 880 Millionen Kubikmeter.“ Damit wird auch künftig der gesamte Trinkwasserbedarf aus diesen natürlichen Speichern abgedeckt werden können, so die Fachleute: „Niederösterreich wird nicht wie viele andere Regionen Europas auf aufbereitetes Flusswasser zurückgreifen müssen.“

Allerdings: Dafür sind vorausschauende Planungen nötig, da die Wasserreserven nicht regelmäßig verteilt sind. Der Verbrauch wird durch Bevölkerungswachstum, zusätzlichen Bedarf bei Garten- und Feldberegnung, Swimmingpools sowie Klimaerwärmung in den kommenden 30 Jahren auf 400 Millionen Kubikmeter ansteigen. Vor allem nördliche und östliche Regionen des Landes könnten bis dahin ohne zusätzliche Transportleitungen zunehmend auf dem Trockenen sitzen.

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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