Als ob der Verletzungteufel nur hinter ihm her wäre: Am Freitag musste Winkler beim Training frühzeitig in die Kabine, weil das Sprunggelenk nicht mehr wollte. Und am Samstag, weil es in der Leiste zwickte.
Der zweite "Anschlag" hat die größere Nachhaltigkeit: Der Wacker-Verteidiger ließ sich in Hochrum beim Spezialisten Christian Fink durchchecken - und der entdeckte einen Einriss in den Adduktoren. Einen leichten, wie der Arzt beruhigend anmerkte - und doch "zehn Tage Pause" auf den Behandlungszettel schrieb.
Zehn Tage - das traf Uli schlimmer als der Ellbogen eines gegnerischen Stürmers. Denn just beim großen Gipfeltreffen am Dienstag in Altach wäre Winkler dadurch zum Zuschauen verurteilt. Er, der gebürtige Vorarlberger. Er, der ehemalige Altacher.
"Ich will's probieren, wenn es nur irgendwie geht!"
Das schmerzt. Und das will der 25-Jährige nicht so stehen lassen: "Das ist so ärgerlich, diese Verletzung, das kann ich kaum glauben. Aber ich will's probieren. Wenn es nur irgendwie geht, möchte ich gegen die Altacher mit dabei sein."
Zumal Uli glaubt, dass die Tiroler gute Chancen haben, beim Verfolger zu bestehen. Anders als beim letzten Altach-Auftritt, als Innsbruck mit 1:4 verloren hatte. "Blöde Tore, individuelle Fehler - lange Zeit haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt", erinnert sich Winkler. Derartige Patzer darf sich die Wacker-Abwehr am Dienstag keinen leisten - darauf wartet die ausgebuffte Altacher Truppe. Mit oder ohne Uli - es braucht eine eiskalte Abwehr.
von Georg Fraisl, Tiroler Krone
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