Umweg zu schmal

Bahnübergang ärgert Bauern

Lange tobt bereits der Streit um einen gesperrten Bahnübergang in Traismauer - die „Krone“ berichtete. Heute landet die Causa sogar vor Gericht. Landwirte hatten kritisiert, durch die Sperre lange Umwege fahren zu müssen. Zudem sei der Ersatzweg zu schmal für Traktoren und Mähdrescher. Die ÖBB widersprechen.

Bis vor anderthalb Jahren konnten die Landwirte rund um Traismauer auf dem Weg von einem Feld zum nächsten mittels eines kleinen Bahnübergangs einfach die Schienen queren. Dann stellten die ÖBB ihr Schrankensystem um, nicht aber die besagte Kreuzung - diese wurde aus Kostengründen einfach stillgelegt. Seither müssen die Bauern einen mindestens zwei Kilometer langen Umweg fahren.

Doch ausgerechnet diese Straße dürfte auch noch zu schmal für die landwirtschaftlichen Maschinen sein - darum zogen die Betroffenen nun vors Landesverwaltungsgericht. Die Gründe für den Aufstand sind zahlreich: So hätte die Bahn den Übergang eigentlich gar nicht schließen dürfen, solange der Ersatzweg nicht hinlänglich ausgebaut ist, wird kritisiert. Was die Breite anbelangt, müsse der Umweg mindestens die Ausmaße der alten Straße haben - in diesem Fall also fünf Meter. Es sind aber nur 3,5 Meter mit Ausweichinseln angedacht, was das Land per Bescheid eigentlich auch genehmigt hatte. Wie auch immer das Verfahren heute ausgeht, eines ist bereits jetzt fix: Der ehemalige Bahnübergang bleibt auch weiterhin gesperrt.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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