In Soldatenuniform
Bewaffnete töten 25 Dorfbewohner im Irak
Ausland
03.04.2010 09:37
Bewaffnete in irakischen Militäruniformen haben in einer überwiegend von Sunniten bewohnten Ortschaft südlich der Hauptstadt Bagdad 25 Menschen getötet, darunter fünf Frauen. Der Angriff ereignete sich nach Angaben von Mustafa Kamel, einem Sahwa-Anführer, am späten Freitagabend in der Region Arab Jabour, 25 Kilometer südlich von Bagdad.
Nach irakischen Behördenangaben vom Samstag handelt es sich bei den Opfern um Mitglieder örtlicher "Erweckungsräte", sogenannter "Sahwa" oder "Söhne Iraks". Ein Sprecher des Innenministeriums in Bagdad bestätigte die Angaben.
Die "Erweckungsräte", von traditionellen Stammesführern befehligte Bürgerwehren, werden von den USA finanziert, um in ihren jeweiligen Gebieten Sicherheitsaufgaben wahrzunehmen. Die Bildung dieser Verbände galt als entscheidender Faktor für den Rückgang der Al-Kaida-Anschläge in den sunnitischen Siedlungsgebieten seit Ende 2006.
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