Prozess in Polen
Auftraggeber von KZ-Schriftzug-Klau wird ausgeliefert
Högströms Anwalt Björn Sandin gab gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur TT an, sein Mandant wolle so schnell wie möglich nach Polen und an Ort und Stelle "die Sache bereinigen". Högström wird von den polnischen Behörden verdächtigt, hinter dem Diebstahl des symbolträchtigen Schriftzuges zu stecken und vorgehabt zu haben, diesen zu verkaufen. Der Schwede stritt bisher ab, den Auftrag zu dem Diebstahl gegeben zu haben.
Der in Schweden als angeblicher Abspringer aus der rechten Szene medienbekannte Högström riskiert eine bis zu zehnjährige Gefängnisstrafe für Anstiftung zu Diebstahl und Sachbeschädigung sowie für Handel mit denkmalgeschützten Gütern. Laut Medienberichten haben die polnischen Behörden zugesichert, dass Högström im Einklang mit den EU-Regeln eine allfällige Haftstrafe in Schweden absitzen darf.
Diebe bekamen bis zu 30 Monate Haft
Drei der ausführenden polnischen Diebe wurden vor zwei Wochen von einem Gericht in Krakau zu Haftstrafen zwischen 18 und 30 Monaten verurteilt. Zwei weiteren Verdächtigen soll gemeinsam mit Högström der Prozess gemacht werden.
Der Schriftzug "Arbeit macht frei" war in der Nacht auf den 18. Dezember vergangenen Jahres vom Eingangstor der Gedenkstätte Auschwitz entfernt worden. Die polnischen Diebe wurden bald darauf festgenommen. Der in mehrere Teile zersägte Originalschriftzug wurde sichergestellt und an die Gedenkstätte zurückgegeben.
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