Cops suspendiert
Wieder Taser-Einsatz gegen Kind (10) in den USA
Nach Angaben ihrer Vorgesetzten in Martinsville vom Donnerstag wurden die Polizisten am Dienstag in die Tagesstätte gerufen, in der der Bub auf zwei Angestellte eingeschlagen und getreten habe. Nach einer Warnung habe einer der Beamten dem Buben mit seinem Elektroschockgerät ein bis zwei Sekunden lang Stromstöße versetzt. Der andere habe ihn auf den Mund geschlagen.
"Ich denke, sie hätten den jungen Mann einfach bändigen sollen", sagte Polizeichef Jon Davis. Dies hätte ihnen auch ohne Gewaltanwendung gelingen sollte.
Immer wieder Taser-Einsätze gegen Kinder
In den USA sind in zwei Jahren mindestens vier Fälle bekannt geworden, in denen Polizisten ihre "stun guns" gegen Kinder eingesetzt haben. Im November wurde in Arkansas ein Beamter entlassen, weil er ein zehnjähriges Mädchen mit Stromstößen aus dem Gerät traktiert hatte. Grund der Kündigung war aber nicht der Einsatz des Elektroschockgeräts an sich - der Polizist hatte gegen eine Dienstvorschrift verstoßen, bei dessen Einsatz eine an dem Gerät angebrachte Kamera einzuschalten.
Einsatz heftig umstritten
Der Einsatz von Tasern ist heftig umstritten. Nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International spielten Taser in den USA seit Juni 2001 bei über 350 Todesfällen eine Rolle, darunter auch beim Tod von Minderjährigen.
Der Hersteller der umstrittenen Elektroschockpistolen, Taser International, hat im Oktober des vergangenen Jahres erstmals vor möglichen Herzverletzungen durch den Einsatz der Geräte gewarnt. Nichtsdestotrotz stellte Taser International eine neue Elektroschockwaffe vor, die bis zu drei Schüsse ohne Nachladen ermöglicht.
Taser feuern Projektile mit isolierten Drähten ab, die einer getroffenen Person mehrere Sekunden lang einen Stromschlag von bis zu 50.000 Volt zufügen.
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