10-Millionen-Klage

Zweite Runde im FACC-Schadenersatz-Prozess

Der Rieder Richter Nikolaus Steininger startet morgen, Montag, in die zweite Verhandlungsrunde rund um den Fake-President-Betrug beim Rieder Flugzeugteilehersteller FACC. Das Unternehmen fordert von seinem früheren Vorstandsvorsitzenden Walter St., wie berichtet, zehn Millionen Euro Schadenersatz.

50 Millionen Euro wurden 2016 bei dem Cyber-Angriff auf das Innviertler Paradeunternehmen, das sich mehrheitlich in chinesischer Hand befindet, erbeutet. Eine Angestellte der Buchhaltung hatte die Millionen vermeintlich auf Anweisung eines sogenannten Fake-President-Mails ins Ausland überwiesen. Sie sagte im April vor dem Rieder Zivilrichter aus. Ebenso wie der beklagte Ex-Vorstand Walter St. Ihm wirft sein ehemaliger Arbeitgeber vor, kein ausreichendes Kontroll- und Sicherheitssystem installiert zu haben. Der 64-Jährige berief sich in seiner Aussage auf ein Vier-Augen-Prinzip, das jedoch, so die zuständige Buchhalterin vor Gericht, nur auf dem Papier bestanden habe.

Der Prozess in Ried startete am 17. Dezember 2018. Im April wurde bereits eine Woche lang verhandelt. Nach einer Pause geht es am kommenden Montag weiter. Neun Zeugen sollen zwischen 20. und 22. Mai aussagen. Unter anderem will Richter Steininger im Laufe des Prozesses auch internationale Zeugen aus China, Großbritannien und den USA befragen. Ein nicht öffentliches Vergleichsgespräch im Rahmen des Schadenersatzprozesses ist in der Vorwoche ergebnislos verlaufen.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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