Betriebe verschuldet

Mit 144 Millionen Euro bei der Finanz in der Kreide

Kärnten
29.03.2010 11:18
Mit unglaublichen 144 Millionen Euro Steuerschulden stehen die Kärntner Betriebe derzeit bei der Finanz in der Kreide. Viele Schulden sind schon "uralt". Die genauen Zahlen hat Finanzminister Josef Pröll jetzt dem Parlament aufgrund einer schriftlichen Anfrage vorgelegt.

Stichtag für diese "Bilanz der Finanz-Schulden" ist der 31. Dezember 2009. Da waren von den Firmen in ganz Österreich 1.378 Milliarden Euro an Forderungen der Finanz offen. Die Kärntner Betriebe standen mit 144 Millionen Euro in der Kreide – mit den verschiedensten Steuern: 68,8 Millionen machte die unbezahlte Umsatzsteuer aus, 43 Millionen waren an Einkommenssteuer nicht bezahlt. An Körperschaftssteuer waren 13,1 Millionen offen - dazu kamen noch 18,5 Millionen an nicht abgeführter Lohnsteuer. 

Und die Firmen schleppen ihre Steuerschulden teilweise schon seit Jahren mit sich herum: Allein aus dem Jahr 2000 haben Kärntner Betriebe noch 1,4 Millionen Euro Steuern nicht bezahlt. Einige Forderungen sind sogar noch älter - die hat Finanzminister Pröll aber nicht extra aufgeschlüsselt.

Ernüchternd auch die Bilanz der ertappten Schwarzarbeiter im Vorjahr: Die Strafen dafür machten 2009 österreichweit stattliche 30,4 Millionen Euro aus. 

"Kärntner Krone" 
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