Mo, 24. Juni 2019
30.05.2019 07:00

krone.at-Test

Lenovo Legion Y740: Spiele-Power zum Mitnehmen

Wer sich gern mit Freunden zum Spielen trifft, LAN-Partys mag oder zuhause eine gewisse Mobilität beim PC-Spielen sucht, greift zum Gaming-Laptop. Lenovo bringt mit dem Legion Y740 sein jüngstes Modell mit neuer Geforce RTX-Grafiklösung und flotten Intel-Prozessoren nach Österreich. Wir haben den mobilen Gamer mit dezentem Gewand und RGB-Tastatur getestet.

Lenovo bietet seinen Y740 in zwei Varianten - mit 15,6 oder 17,3 Zoll Diagonale - an und hat verschiedene Ausstattungen bis hinauf zum Sechskern-Chip Core i7-8750H und Nvidias Geforce RTX 2080 in der Max-Q-Variante im Sortiment. Das treibt den Preis aber auch auf mehr als 2600 Euro hoch. Wir haben uns für diesen Test den 15-Zöller mit Vierkern-Core i5 und RTX-2060-Grafiklösung angesehen.

Was Lenovo im von uns getesteten Gaming-Notebook verbaut, sehen Sie hier:

Lenovo Legion Y740 (15,6 Zoll)

CPU

Core i5-8300H: 4 x 2,3 GHz

RAM

16 GB (DDR4-2666)

Bildschirmdiagonale

15,6 Zoll

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Massenspeicher

128 GB SSD (PCIe 3.0)
1 TB HDD (7200 rpm)

Optisches Laufwerk

nicht vorhanden

Grafiklösung

Geforce RTX 2060 Max-Q, 6 GB

Anschlüsse

HDMI 2.0, Mini DisplayPort 1.4a, USB-A 3.1 (1x) und 3.0 (2x), USB-C (Thunderbolt), Gigabit-LAN, 3,5-mm-Klinke

Funkstandards

Gigabit-WLAN, Bluetooth 4.1

Webcam

1 Megapixel

Akkulaufzeit

5h lt. Hersteller

Software

Windows 10 Home

Extras

Tastatur mit RGB-Beleuchtung
144-Hertz-Bildschirm

Maße

36 x 26,5 x 29,3 Zentimeter; 2,2 Kilo

Preis

ab ca. 1600 Euro

Zentrale Frage bei jedem Gaming-Notebook: Reicht die gebotene Leistung, um aktuelle Spiele flüssig und detailreich darzustellen? Unserer Einschätzung nach ja: Sowohl der flotte Vierkern-Prozessor als auch der großzügige RAM und die schnelle Grafiklösung gaben sich im Test keine Blöße und stellten selbst anspruchsvollere Spiele in Full-HD-Qualität flüssig bei 60 Bildern pro Sekunde dar - und zwar zumeist auch in hohen Details. Wer allerdings die hohe Bildwiederholrate von 144 Hertz ausreizen will, muss mitunter den Detailgrad ein wenig reduzieren.

Gute Ergebnisse im Benchmark-Test
Um die Leistung des Y740 vergleichbar zu machen, haben wir das Testgerät durch die gängigen Benchmark-Belastungstests PCMark 10 und 3DMark gejagt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Rund 5300 Punkte im PCMark-Test und 5400 3DMark-Punkte zeigen, dass das Y740 schon in der günstigeren Version mit i5-Chip und RTX-2060-Grafik sehr viel Leistung mitbringt.

Die Power sollte bei etwas älteren Spielen auch für eine flüssige 4K-Darstellung ausreichen. Wer auch aktuellere Kost in 4K genießen will, sollte indes über eine Version mit der RTX-2070- oder gar 2080-Grafiklösung nachdenken, die noch einmal spürbar mehr Grafik-Power haben sollten. Die noch stärkeren Versionen des Y740 könnten auch für Filmschaffende, die einen mobilen Schnittrechner benötigen, interessant sein, bringen sie doch einen Sechs- statt Vierkern-Prozessor mit. Ihnen dürfte aber ein SD-Kartenleser am Y740 fehlen.

Saubere Verarbeitung, Anschlüsse hinten
Abseits der reinen Leistungsfähigkeit hat uns Lenovos Y740 noch in vielen anderen Punkten gut gefallen. Da wäre das verwindungsstarke Alu-Chassis, dessen wertiger Eindruck nur vom etwas filigranen Displaydeckel getrübt wird. Das effiziente Kühlsystem weiß ebenfalls zu gefallen: Das Y740 wird unter Last zwar laut und am Gehäuse dort und da auch etwas wärmer, ist aber gefühlt nicht ganz so laut wie manch anderer Gaming-Laptop.

Das Gewicht von 2,2 Kilo - mit dem 230-Watt-Netzteil kommt noch ein Kilo dazu - macht das Gerät trotz viel Power angenehm portabel. Dass sich die meisten Anschlüsse an der Rückseite befinden, finden wir ebenfalls gut: So entsteht kein Kabelsalat an der Geräteseite, wo möglicherweise die Maushand des Spielers geparkt ist. Erwähnenswert, weil im Bereich der Gaming-Notebooks nicht selbstverständlich: Beim Design gibt sich das Y740 - abgesehen von der einstellbaren RGB-Beleuchtung - recht dezent und nicht so martialisch wie manch ein Mitbewerber. Weniger bunten Vögel in der Gaming-Gemeinschaft könnte das gut gefallen.

Tastatur ist nicht für längere Texte gemacht
Ein Detail am Y740, das nicht überzeugt hat, ist seine Tastatur. Die macht zwar optisch dank RGB-Hintergrundbeleuchtung viel her, allerdings haben die Tasten einen sehr geringen Hub und obendrein auch noch einen schwammigen Anschlag. Längere Texte will man darauf nicht tippen und auch Gamer dürften sich mehr Präzision wünschen, wenn sie nicht gerade ohnehin auf einer externen Tastatur spielen. Geschmackssache sind auch die Funktionstasten, die statt eines Ziffernblocks vorhanden sind.

Geradezu unbrauchbar ist das Y740 für alle, die es unterwegs nutzen möchten. Zwar verspricht der Hersteller bis zu fünf Stunden Akkulaufzeit, die mit minimaler Displayhelligkeit und unter Nutzung sämtlicher Energiespar-Tricks wohl auch zu erreichen sind. In der Praxis ist beim WLAN-Surfen aber schon nach drei bis vier Stunden, beim Spielen nach einer Stunde Schluss. Wer im Y740 einen Desktop-Ersatz sieht, wird sich daran nicht stören. Mobiles Arbeiten ist so aber nur in Steckdosennähe möglich.

Mittelprächtige Lautsprecher, gutes Display
Zwei andere Kleinigkeiten: Die integrierten Lautsprecher klingen in der Praxis eher blechern, was freilich nur jene Gamer stört, die nicht ohnedies über ein externes Soundsystem oder Kopfhörer beschallt werden. Und die Webcam ist eher ungünstig unterhalb des Displays platziert, was bei der Videotelefonie zu einer eigentümlichen Froschperspektive führt.

Ganz gut hat uns im Test wiederum das mit sehr dünnen Rändern gesegnete Display des Y740 gefallen. Es glänzt mit guter Schärfe und seiner hohen Bildwiederholrate, im Test haben uns auch seine Reaktionszeiten überzeugt. Weil es sich um ein mattes IPS-Display handelt, ist es auch von der Seite gut ablesbar und arm an Spiegelungen. Die Helligkeit müsste für den tatsächlichen Außeneinsatz aber wohl noch etwas höher sein.

Fazit: Lenovos Legion Y740 ist ein in vielerlei Hinsicht sehr gut gelungenes Gaming-Notebook. Die große Power weiß ebenso zu gefallen wie die saubere Verarbeitung, das unaufdringliche Design mit den rückseitigen Anschlüssen, die vertretbare Lautstärke und das gute Display. Die kurze Akkulaufzeit und die gewöhnungsbedürftige Tastatur sind zwar ein Manko, werden die Zielgruppe, die ohnedies zumeist stationär und mit externer Tastatur und Maus spielt, aber wohl kaum stören.

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Dominik Erlinger
Dominik Erlinger

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