Mit den „Comedy Hirten“ kommt Christian Schwab am Samstag ins Lavanttal. Der „Sepp Schnorcher“ von einst begeistert als Kanzler Kurz. Dabei mag er es privat lieber ruhiger.
Als „Sepp Schnorcher“ hat Christian Schwab einst ein Millionenpublikum an den Radiogeräten unterhalten. Heute ist der St. Andräer längst mehr als „nur“ Stimmenimitator. Mit den „Comedy Hirten“ tourt er durch ganz Österreich und verzückt das Publikum mit seinem Schmäh - made im Lavanttal.
Talent in der Wiege
Die Leidenschaft zur Bühne entdeckte der heute 40-Jährige bereits in der Hauptschule, als er den Schulwart bei dessen Pensionierungs-Feier mit all seinen Eigenheiten parodierte.
Das Talent dafür wurde ihm in die Wiege gelegt – schließlich leitete sein viel zu früh verstorbener Vater die örtliche Theatergruppe.
Mit 21 gab es dann kein Zurück mehr, als Schwab die Premiere im St. Andräer Fasching feierte – und sogleich mit einer 20-minütigen Solonummer brillierte. Frei nach dem Motto: „Ich sehe die Welt nicht Schwarz auf Weiß, sondern Schwab auf Weiß.“
Noch heute muss sich der Lavanttaler auf der Bühne immer wieder neu erfinden: Nach vielen erfolgreichen Jahren als „Karl Heinz Kasser“ oder „Marcel Koller“ schlüpft er jetzt in die Rolle von Kanzler Sebastian Kurz oder Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner.
Beim „Krone“-Interview am St. Andräer See lieferte der Comedian spontan einige Kostproben davon:
Für seine Auftritte übt er sogar während der Gartenarbeit: „Es kann passieren, dass ich daheim jeden Arbeitsschritt in der Sprache von Reinhold Messner kommentiere - bis jemand sagt, jetzt ist es genug“, lacht Christian Schwab.
Still und lustig
Dabei würde man dem Lavanttaler seinen Hang zum extrovertierten Schmähführer kaum abkaufen. Denn abseits der Bühne präsentiert sich Schwab eher bescheiden. „Ich bin in Gesprächsrunden oft der Leiseste; will mich eben nicht in den Vordergrund stellen. Ich bin eher der Beobachter“, sagt er. Eine Eigenschaft, die in seiner Branche nicht schaden kann. Denn gerade im Alltag holt sich Schwab die meiste Inspiration für sein Programm. „Ich bin quasi ein akustischer Voyeur. Ich nehme einfach das her, was ich etwa bei meiner Tochter im Kindergarten erlebe – oder wenn ich auf einer Raststation auf der Autobahn Halt mache.“
Heimspiel am 11. Mai
So wird es auch am Samstag sein, wenn Schwab mit den „Comedy Hirten“ nach Wolfsberg kommt (11. Mai, Beginn: 20 Uhr, KUSS). Restkarten dafür sind noch bei Ö-Ticket erhältlich.
„Es wird kein Abend wie jeder andere. Es werden viele da sein, die mich immer begleitet haben. Da will man sich erst recht von der guten Seite zeigen“, lacht er. Und so viel ist sicher: Das Lavanttal wird eine bedeutende Rolle spielen. Als Insider kann Schwab ja so manche Anekdote loswerden.













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