Mo, 20. Mai 2019
04.05.2019 13:24

Gebiete unter Wasser

Zyklon „Fani“ verwüstete Indien und Bangladesch

Zerstörte Häuser, umgestürzte Strommasten, ganze Landstriche unter Wasser: Der Zyklon „Fani“ hat schwere Schäden in Indien hinterlassen, sich auf seinem Weg in Richtung Bangladesch aber deutlich abgeschwächt. Hatte der tropische Wirbelsturm Freitag früh (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern das Festland in der Nähe der Stadt Puri getroffen, so wurden 24 Stunden später nur noch knapp 100 Stundenkilometer gemessen. Doch auch in Indiens Nachbarstaat richtete „Fani“ schwere Schäden an. Bislang sind neun Todesopfer zu beklagen.

In der Hauptstadt Dhaka und einigen Küstengebieten Bangladeschs gab es heftige Regenfälle. Die Häfen wurden zunächst geschlossen. Das Auge des Zyklons befand sich am Samstagnachmittag (Ortszeit) westlich der Hauptstadt, wie der Direktor der Meteorologiebehörde, Shamsuddin Ahmed, sagte. Die Meteorologiebehörde in Dhaka maß am Samstag Windgeschwindigkeiten von bis zu 88 Stundenkilometern.

Stärkster Zyklon seit 20 Jahren
Am Freitag war „Fani“ als stärkster Zyklon seit rund 20 Jahren mit bis zu 205 Stundenkilometern auf Indiens Ostküste getroffen. Durch das Unwetter wurden Bäume und Strommasten umgerissen, etliche Häuser wurden zerstört. Die Zahl der Todesopfer lag Medienberichten zufolge allein in Indien bei mindestens neun. Offiziell bestätigt sind vorerst drei Tote sowie mindestens 160 Verletzte.

Im indischen Bundesstaat Westbengalen gab es am Samstag noch teils heftige Regenfälle. Mehrere Tausend Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen und wurden vorübergehend in staatlichen Notunterkünften untergebracht. Flüge und Zugverbindungen wurden gestoppt. Helfer im Bundesstaat Odisha haben bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen und räumten umgestürzte Bäume von den Straßen. Die Behörden bemühten sich darum, die Stromversorgung und Telefonleitungen wiederherzustellen. Flüge und Zugverbindungen sollten bald wieder aufgenommen werden, sagte Prabhat Mahapatra von der örtlichen Katastrophenschutzbehörde.

Sicherheitsverkehrungen deutlich verbessert
Wirbelstürme sind am Golf von Bengalen keine Seltenheit, vor allem zwischen April und November. „Fani“ jedoch gilt als stärkster Zyklon in dem Gebiet seit 1999, als mehr als 10.000 Menschen in Odisha (damals Orissa) ums Leben kamen. Damals hatte der Wind eine Geschwindigkeit von 260 Stundenkilometern erreicht. Seitdem gelten die Sicherheitsvorkehrungen in dem Bundesstaat allerdings als deutlich verbessert.

Sowohl in Indien als auch in Bangladesch waren Küstengebiete geräumt und Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Allein in Odisha wurden etliche Häuser und Wohnungen evakuiert. Rund 1,2 Millionen Menschen mussten vorübergehend ihr Zuhause verlassen. Nach Einschätzung der Zeitung „Times of India“ ist es unter anderem den Sicherheitsmaßnahmen und deutlich präziseren Wettervorhersagen zu verdanken, dass „Fani“ nicht deutlich mehr Menschen zum Opfer fielen.

 krone.at
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