03.05.2019 11:30 |

Gauder Fest 2019

Der harte Kampf um den heiß begehrten „Hogmoar“

Nachdem das Gauder Fest heute Abend mit dem Bieranstich durch LH Günther Platter offiziell eröffnet wird, kämpfen morgen die besten Ranggler des Alpenraumes um den begehrten Titel des „Gauder Hogmoar“. Der Wettbewerb, der von der „Krone“ präsentiert wird, ist im Laufe der vergangenen Jahre stetig gewachsen.

Barfuß und im reißfesten Leinengewand samt Ledergürtel versuchen die Ranggler binnen sechs Minuten den Gegner aufs Kreuz zu werfen. Liegt einer der Kämpfer mit beiden Schultern auf dem Boden, ist der Kampf beendet. Nicht erlaubt sind Würgetechniken und Gelenkhebel.

Titel gilt als inoffizieller Staatsmeistertitel
Das ist der Ablauf des spannenden Wettkampfes um den Titel „Gauder Hogmoar“, der heuer zum ersten Mal von der „Krone“ präsentiert wird. In der Ranggler-Szene gilt der Titel sogar als inoffizieller Staatsmeistertitel. Das Ranggeln ist bereits seit Jahrhunderten fixer Bestandteil des Gauder Festes. Die Sportart dürfte sich aus dem wettkampfartigen „Hosenrecken“ oder „Hosenlupfen“ entwickelt haben.

Die jungen Burschen des Dorfes – auch „Mairraffar“, „Hagmair“ und „Roblar“ genannt – kämpften mit vollem Einsatz und nur mit Hemd und Hose bekleidet um den Sieg. Ursprünglich waren auch keine „Weibs-Personen“ unter den Zuschauern geduldet, da der Athlet im Kampf oftmals das Hemd verlor und nur noch im Beinkleid da stand.

Tagelange Anreise
Ein Sieg bedeutete Triumph und Prestige, eine Niederlage eine Schmach für die gesamte Region. Die „Hagmair“ kamen nach tagelanger Anreise auch aus anderen Landesteilen, um ihre Kraft zur Schau zu stellen. Und diese alte Tradition hat sich in Form des „Ranggelns“ bis heute erhalten.

„Rund 160 Sportler nehmen am Bewerb teil“
1985 wurde der Zillertaler Ranggler-Verein gegründet, der sich mittlerweile zum Ranggler- und Judoverein weiterentwickelt hat. „Wir haben rund 300 Mitglieder, davon sind 60 aktive Ranggler. Auch Mädchen sind Teil des Teams“, verdeutlicht Obmann Anton Wurm. Beim Bewerb im Zuge des Gauder Festes werden 160 Teilnehmer an den Start gehen. „Davon werden etwa 30 um den ’Hogmoar’ mitranggeln, aus unserem Verein sind es sieben“, sagt Wurm .

„Das Ranggeln ist nur bis Schwaz bekannt“
Die Ranggler kommen aus dem gesamten Alpenraum – von Südtirol, Bayern und Salzburg ist alles vertreten.“ Es treten allerdings nur Männer gegeneinander an – siehe Interview links.

In Tirol gibt es insgesamt fünf Ranggel-Vereine. Interessant: Sie sind allesamt im Unterland angesiedelt. „Das Ranggeln ist lediglich bis Schwaz bekannt“, liefert der Obmann eine plausible Erklärung dafür.

Gekämpft wird am Samstag ab 13 Uhr auf dem Sportplatz. Bei schlechtem Wetter muss in die Tennishalle ausgewichen werden. Die Finalkämpfe finden um etwa 17 Uhr statt, im Anschluss steht die Siegerehrung auf der Agenda.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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