26.04.2019 13:00

Gemeinden verzichten

Wo Glyphosat kein Thema ist

Am Bauhof in Saalfelden hat das Pflanzengift Glyphosat schon seit Jahren keine Anhänger mehr: Chef Kurt Binder und sein Team wenden gesündere Alternativen an. Ähnlich sind die Erfahrungen in St. Martin bei Lofer und auch in Wals-Siezenheim. In der Landwirtschaft war Salzburg noch nie „Glyphosat-Land“.

Das Bauhof-Team in der Vorreiter-Gemeinde Saalfelden kümmert sich um 24 Hektar Grünflächen. Darunter fallen Sport- und Spielplätze sowie Verkehrsinseln, die gerade in bunten Frühjahrsfarben erblühen. „Große Mengen gab es bei uns nie. Aber seit rund fünf Jahren wenden wir es gar nicht mehr an“, reagierte Bauhofchef Kurt Binder sofort, als Greenpeace verstärkt auf die wahrscheinlich höchst gesundheitsschädigende Wirkung von Glyphosat aufmerksam machte.

Die Bauhof-Trupps in Saalfelden haben schon mit verschiedenen Alternativen ihre Erfahrungen: „Es gibt Varianten, die auf Dampf oder Gas basieren“, so Binder. Ganz so effektiv wie das bedenkliche Gift sei nichts. Das nehme man aber gerne in Kauf. Auch die Bevölkerung sei mittlerweile sensibilisiert. Ähnlich sieht das Michael Lackner, neuer VP-Bürgermeister von St. Martin bei Lofer, auch Tabuzone für Glyphosat: „Wir praktizieren das seit Jahren so.“

Breite Skepsis auch bei Salzburger Landwirten
In der Landwirtschaft hat das weit verbreitete Nein zu Glyphosat natürliche Gründe: „Bei uns in Salzburg gibt es fast nur Grünland und kaum Ackerbau. Dazu kommt ein hoher Bioanteil“, heißt es im Büro von Agrarlandesrat Josef Schwaiger. Die Walser Gemüsebauern haben sich ebenso distanziert: „Kein Glyphosat bei uns“, betont Baierlbauer Matthias Brötzner, bekannt auch für sein Erdbeerland. Mechanische Mittel seien die weit bessere Variante. Auch auf den Gemeindeflächen wird mittlerweile nicht mehr gespritzt.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann

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