So, 26. Mai 2019
25.04.2019 12:18

Weiches Exoskelett

Smarte Leggings bietet Unterstützung beim Gehen

Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften haben mit europäischen Partnern ein weiches Exoskelett entwickelt, das Menschen mit Beeinträchtigung beim Gehen unterstützen soll. Der Prototyp der smarten Leggings könnte etwa für nach einem Schlaganfall in ihrer Mobilität eingeschränkte Patienten ein neues Hilfsmittel sein, um sich im Alltag besser in Bewegung zu halten.

Entwickelt wurde „XoSoft“ von Forschern um Eveline Graf und Konrad Stadler. Die wichtigsten Bestandteile der Leggings sind Gummibänder und Kupplungen, teilte die Hochschule mit. Beim Gehen spannen Körperkraft und Bewegung des Trägers die Gummibänder, die somit Energie „speichern“. Die Kupplungen sorgen dafür, dass diese Energie im richtigen Moment wieder an den Träger abgegeben wird und so seine Bewegung unterstützt.

Den richtigen Moment bestimmt dabei ein Controller, der sich beim Prototyp in einem Rucksack auf dem Rücken des Trägers befindet. Er erhält von Sensoren in der Leggings die Informationen über die Bewegung, Algorithmen interpretieren daraus die Gangart und steuern die Kupplungen. Diese werden individuell je nach Patient platziert und gesteuert. „XoSoft“ kann zum Beispiel erfassen, wenn aufgrund einer Muskellähmung der Fuß schleift und ihn im richtigen Moment hochziehen.

Noch nicht markttauglich
Noch ist der Prototyp nicht markttauglich. Ein Grund sei, dass die Kupplungen noch über ein durch Druckluft erzeugtes Vakuum funktionieren. Die Kombination aus Kupplungen und Gummibändern werde aber sicherlich im einen oder anderen System wiederverwendet und weiterentwickelt, sagte Stadler.

Bewegungswissenschaftlerin Eveline Graf betonte, dass solche Innovationen oft von der Technik getrieben seien und die Betroffenen zu wenig mit einbezögen. Dies verringere jedoch die Akzeptanz. Dementsprechend wichtig waren Testläufe mit Patienten an der Hochschule, neben der vier weitere europäische Forschungsgruppen aus Italien, Spanien, Irland und den Niederlanden an dem Projekt beteiligt waren, sowie vier Firmen und klinische Partner.

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