Sa, 21. Juli 2018

Siedlung in Angst

19.03.2010 09:32

Tierhasser in Sankt Johann unterwegs - schon 16 Katzen tot

Ein unbekannter Tierquäler versetzt eine ganze Siedlung in St. Johann in Angst: In den vergangenen Wochen wurden 16 Katzen schwer verletzt aufgefunden. Sie dürften getreten und geschlagen worden sein. Um ihrem Leid ein Ende zu bereiten, mussten die Vierbeiner eingeschläfert werden.

"Meine Katze 'Julia' kam zweimal mit verletzten Pfoten nach Hause. Ich dachte mir, das sei beim Klettern passiert. Meine zweite Katze 'Romeo' hat sich vor drei Wochen ein Bein gebrochen. Er musste operiert werden und hat jetzt zwei Stahlstifte im Fuß. Am Mittwoch lag 'Julia' schließlich vor meiner Haustür und konnte sich nicht mehr rühren", schildert die 23-jährige Verena Zangl (im Bild mit Kater "Romeo") aus der Südtiroler Siedlung in St. Johann.

Sie brachte "Julia" zur Tierärztin. Diese diagnostizierte gerissene Sehnen an den Beinen. Außerdem waren die Nieren zerquetscht. "Julia" musste eingeschläfert werden.

Verletzungen nicht von einem Auto
"Die Ärztin erklärte mir, dass die Katze sicher nicht von einem Auto angefahren wurde. Dann hätte sie andere Verletzungen gehabt. Jemand muss sie getreten und an den Beinen gezogen haben", vermutet Verena Zangl und erkundigte sich bei ihren Nachbarn.

Ganze Siedlung in Angst
Und tatsächlich: Fast alle berichteten von schwer verletzten Katzen. Insgesamt 16 Tiere mussten in den vergangenen Wochen eingeschläfert werden. Besonders makaber: Der Unbekannte dürfte die Vierbeiner aufs Schlimmste gequält und dann jeweils vor den Haustüren ihrer Besitzer abgelegt haben. Die ganze Siedlung lebt nun in Angst vor dem Tierhasser.

Jetzt sucht die Polizei nach dem unbekannten Tierquäler. Hinweise erbeten an 059133-5140.

Kronen Zeitung

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