15.04.2019 23:13 |

Bangen um Notre Dame

Frankreich geschockt: „Teil von uns allen brennt“

Eines der bekanntesten Bauwerke der Menschheit stand Montagabend in Flammen - und ist in Teilen wohl unwiederbringlich verloren. Die Welt ist geschockt angesichts des Infernos in der Pariser Kathedrale Notre Dame. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eilte zum Ort der Katastrophe und versuchte, die Gefühlslage seiner Landsleute in Worte zu fassen: „Ein Teil von uns allen steht in Flammen“, sagte er am Montagabend. Ähnlich geschockt zeigte sich sein Amtskollege, Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Van der Bellen: „Wir sind heute in Gedanken in Paris“
In einem Tweet meinte Österreichs Staatsoberhaupt: „Wir sind heute in Gedanken in Paris.“ Wörtlich schrieb er von „verstörenden, schrecklichen Bildern“.

Er teile die „Gefühle einer ganzen Nation“, sagte ein sichtlich mitgenommener Macron. „Ich bin traurig, dass ich heute Abend sehen muss, wie dieser Teil von uns allen brennt.“

Kurz: „Eines der schönsten Bauwerke der französischen Geschichte“
Bundeskanzler Sebastian Kurz bangte ebenfalls auf Twitter um „ein Wahrzeichen, Weltkulturerbe und eines der schönsten Bauwerke der französischen Geschichte“.

„Erschütternde Bilder aus Paris. Als Historiker schmerzt es mich ganz besonders, Notre Dame, Teil unseres europäischen kulturellen Erbes, in Flammen zu sehen. Der kulturelle Verlust ist schon jetzt verheerend“, teilte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka mit.

Strache: „Meine Gedanken sind in Frankreich“
Vizekanzler Heinz-Christian Strache meinte auf Twitter: „Meine Gedanken sind in Frankreich bei diesem einzigartigen Wahrzeichen.“

Kneissl: „Unsere Gedanken sind bei unseren französischen Freunden“
Auch Außenministerin Karin Kneissl zeigte sich tief betroffen vom Brand: „Schreckliche Bilder erreichen uns aus Paris“, twitterte sie am Montagabend auf Deutsch und Französisch. „Unsere Gedanken sind bei unseren französischen Freunden.“

Der österreichische Botschafter in Paris, Michael Linhart, zeigte sich emotional: „Es ist so traurig und schrecklich, die Kathedrale Notre Dame von Paris brennen zu sehen!!! Ganz Österreich ist mit den Parisern und Franzosen! Es bricht mir das Herz!“

Rendi-Wagner: „Kaum in Worte zu fassen“
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner twitterte: „Was sich in Paris gerade abspielt, ist in Worte kaum zu fassen.“ Ihre Gedanken seien bei den Einsatzkräften und der Pariser Bevölkerung.

Trump: „Schrecklich, dem massiven Brand zuzusehen“
US-Präsident Donald Trump erklärte auf Twitter, es sei „schrecklich“, dem „massiven Brand“ zuzusehen. Jetzt müsse rasch gehandelt werden, erklärte er weiter und riet, Löschflugzeuge einzusetzen.

Mitgefühl aus der ganzen EU: „Es fühlt sich an wie das Ende von allem“ 
„Notre Dame von Paris gehört der gesamten Menschheit. Welch trauriges Schauspiel. Welch Grauen. Ich teile die Gefühle der französischen Nation, die auch die unsrigen sind“, so EU-Kommissionspräsident Jean-Claude. EU-Ratspräsident Donald Tusk schrieb: „Notre Dame ist Notre Dame von ganz Europa. Wir sind heute alle mit Paris." Erschüttert zeigte sich auch Schwedens Ex-Außenminister Carl Bildt: „Es fühlt sich an wie das Ende von allem. Europa weint.“

Schönborn denkt bereits an Wiederaufbau
Kardinal Christoph Schönborn sieht die Bilder von der brennenden Pariser Kathedrale „tief erschüttert“, wie er auf Twitter schreibt. Alle müssten nun helfen, die Kirche - „das Herz von Paris“ - wieder aufzubauen.

Vatikan reagiert mit Bestürzung
Mit Bestürzung hat auch der Vatikan auf das verheerende Feuer reagiert. „Der Heilige Stuhl hat die Nachricht des entsetzlichen Brandes, der die Kathedrale von Notre Dame, Symbol der Christenheit in Frankreich und der Welt, verwüstet hat, mit Schock und Trauer aufgenommen“, erklärte Papst-Sprecher Alessandro Gisotti. „Wir drücken die Nähe zu den französischen Katholiken und den Einwohnern von Paris aus und sichern den Feuerwehrleuten und denjenigen, die alles tun, um diese dramatische Situation zu bewältigen, unsere Gebete zu.“

Italiens Premier: „Ein Symbol des Christentums“
Auch Italien reagierte mit Bestürzung auf das verheerende Feuer. „Notre Dame ist ein Symbol des Christentums, ein Monument der französischen Identität und all jener Personen, die die Werte der westlichen Zivilisation lieben“, sagte Premier Giuseppe Conte.

Auch der italienische Vizepremier und Innenminister Matteo Salvini zeigte sich wegen des Brandes geschockt. „Wie ist es möglich, dass ein weltweit bekanntes Monument in wenigen Minuten zusammenbricht, ohne dass Schutz- und Alarmsysteme sich aktiviert haben? So verlieren wir einen Teil von uns selbst“, so der Chef der rechten Regierungspartei Lega.

„Brand eine Wunde für die europäische Kultur“
Die mit der Lega verbündete Fünf-Sterne-Bewegung bezeichnete den Brand als „Wunde“ für die europäische und internationale Kultur. „Frankreich und ganz Europa verlieren ein Monument von unermesslichen Wert“, hieß es in einer Presseaussendung der Parlamentarier.

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