„Extreme Wetterlage“

VW-Werk dicht: Deutschland zittert vor Sturmtief

Ausland
08.01.2026 21:02

Das Sturmtief „Elli“ bringt Deutschland den härtesten Wintereinbruch seit Jahren. Starke Schneefälle, Eisregen und Sturmböen werden erwartet. Wetterexperten warnen davor, das Haus zu verlassen. Der Autobauer VW lässt am Freitag in einem Werk die Produktion ruhen. 

Ab Donnerstagabend erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in weiten Teilen des Landes gefährliche Niederschläge, am Freitag drohen demnach teils unwetterartige Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimetern sowie Schneeverwehungen.

Sturmtief „Elli“ soll Deutschland mit voller Härte treffen:

Sturmtief „Elli“ überzieht Deutschland mit einem Mix aus Schneemassen, Eisregen und Sturmböen.
Sturmtief „Elli“ überzieht Deutschland mit einem Mix aus Schneemassen, Eisregen und Sturmböen.(Bild: AP/Martin Meissner)
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Sturmböen von bis zu 130 km/h möglich
Am Samstag soll es dann in ganz Deutschland stark schneien. Von Nordrhein-Westfalen über Baden-Württemberg bis Bayern sind Schneemassen von bis zu 25 Zentimetern möglich. Spaziergängern wird dringend empfohlen, in den kommenden Tagen die Wälder nicht zu betreten. Sowohl Wind als auch Schneelast können Äste und ganze Bäume zum Brechen bringen. Im Schwarzwald sind etwa Sturmböen von bis zu 130 Kilometern pro Stunde möglich.

Ab Samstagabend fallen die Temperaturen drastisch
Sorge bereiteten den Experten auch die drohenden Schneeverwehungen. Diese können den Verkehr auf Autobahnen zum Erliegen bringen. Ab Samstagabend sollen sich die Temperaturen im freien Fall befinden. In Berlin solle es bis zu minus 13 Grad Celsius haben. Und es soll sogar noch kälter werden.

Bahn reduziert Angebot
Schnee und Glätte haben das Land aber jetzt auch schon im Griff. Die Deutsche Bahn reduzierte ihr Fernverkehrsangebot in Teilen Norddeutschlands, auf Straßen gab es Behinderungen und Unfälle. 

Autofahrer prallte gegen Baum und starb
Bei Gehrde in Niedersachsen starb am Donnerstagmorgen ein Autofahrer, als er nach Polizeiangaben aufgrund von Glätte auf einer Bundesstraße die Kontrolle über seinen Wagen verlor und gegen einen Baum prallte. Glättebedingte Unfälle gab es auch in vielen anderen Bundesländern.

Schulen bleiben zu – Hunderttausende Schüler betroffen
In mehreren Bundesländern bereiteten sich auch die Behörden auf die Schneefront vor. In Hamburg und Bremen sowie in Teilen Niedersachsens bleiben die Schulen am Freitag geschlossen. Nach Angaben der zuständigen Behörden gibt es aber Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht. Hunderttausende Schulkinder sind davon betroffen.

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Wenn vor Unwetter gewarnt wird, kann es auch immer zu lebensgefährlichen Bedingungen kommen.

Der deutsche Wetterexperte Dominik Jung zur „Bild“-Zeitung

VW stoppt wegen „Elli“ am Freitag Produktion in Emden
Der deutsche Autokonzern VW lässt am Freitag in Emden die Produktion ruhen. Grund sei die sich abzeichnende Wetterlage und daraus folgende Probleme für Mitarbeiter und Lieferketten. Beide Schichten würden entfallen, die Bänder für einen Tag stillstehen, bestätigte ein Sprecher. In Emden werden die Elektromodelle ID.4 und ID.7 gebaut. An allen anderen VW-Standorten werde die Produktion „nach jetzigem Stand“ normal laufen, fügte der Sprecher hinzu. Das gelte auch für das Stammwerk in Wolfsburg. Osnabrück und Zwickau seien derzeit ohnehin noch in der Produktionspause zum Jahreswechsel.

Weitere Länder von Wintersturm betroffen
Auch in Großbritannien und Frankreich bereiten sich die Bewohner auf den schweren Wintersturm vor: Die Wetterdienste beider Länder warnten vor starkem Wind und heftigen Schneefällen. Der britische Wetterdienst Met Office gab für mehrere Regionen Unwetterwarnungen heraus. Vor allem in Wales und den englischen Midlands ist demnach mit erheblichem Schneefall zu rechnen. Auch im Süden Englands wird demnach viel Schnee erwartet. An den Küsten im Südwesten Englands drohen zudem Sturmböen von 95 bis 110 Kilometern pro Stunde.

Der französische Wetterdienst warnte vor Sturmböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde, insbesondere im Département Manche an der Küste des Ärmelkanals, wo die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen wurde. Die Präfektur rief die Menschen auf, zu Hause zu bleiben und nicht mit dem Auto zu fahren. In der Region kommt es auch zu Einschränkungen im Bahnverkehr.

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