Erdäpfel aus:

Bauern kämpfen mit Dürre, Schädlingen und Wünschen

„Österreichfrei“ werden im Handel die Kartoffel-Angebote sein. Dürre, Schädlinge und auch die Kunden, die nur makellose Ware wollen, plagen die Bauern. Eferdinger-Landl-Erdäpfel-Chef Manfred Schauer erklärt, dass es ohne Bewässerung bald nicht mehr gehen wird und einige Kartoffel-Regionen vor dem Aus stehen.

„OÖ Krone“: In Niederösterreich herrscht schon Katastrophenstimmung, wie schaut’s bei uns am Erdäpfelacker aus?
Manfred Schauer: Ähnlich. Im Vorjahr gab’s wegen der Dürre an Standorten ohne Beregnung 60 Prozent Ausfälle, sonst bis zu 30 Prozent. Und von der Ernte wurde knapp ein Drittel aussortiert.

„OÖ Krone“: Warum?
Manfred Schauer: Wir hatten mit dem Drahtwurm zu kämpfen. Der lebt im Boden und liebt feuchtes Milieu. Trocknet der Boden aus, weicht er in Wurzel oder Knollen – eben auch in den Erdäpfel – aus. Und hinterlässt Fraßgänge. Die Kartoffel ist nicht schlecht, aber am Markt unverkäuflich.

„OÖ Krone“: Wie schaut’s heuer aus?
Manfred Schauer: Die „Heurigen“ konnten wir schon im Februar setzen. Das war in 50 Jahren die vierte Februar-Pflanzung, davon drei in den vergangenen zehn Jahren. Sonst wurde Mitte März gepflanzt – das trockene pannonische Klima breitet sich entlang der Donau nach Westen aus. Und seit der Pflanzung fehlen uns 60 Prozent Niederschlag. Wir können beregnen, im Waldviertel nicht – da wird sich mittelfristig der Kartoffelanbau nicht halten können.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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