Die Absage des heurigen Forums, das am kommenden Wochenende hätte stattfinden sollen, war von Faymann schon am Vortag damit begründet worden, dass viele Spitzenpolitiker der Einladung nicht gefolgt seien. Die Veranstaltung dann trotzdem durchzuziehen, nur weil das Wetter schön zum Skifahren gewesen wäre, hätte er nicht für sinnvoll gehalten, meinte der Kanzler am Dienstag: "Wenn es keinen Sinn hat, muss man es sagen."
Offenbar seien viele Gäste der Meinung gewesen, dass angesichts der Wirtschaftskrise nicht der richtige Zeitpunkt gewesen sei, um zu einem politischen Austausch inklusive Skifahren auf den Arlberg zu kommen.
Der Kanzler hat nun mit Außenminister Spindelegger am Dienstag vereinbart, eine zeitgemäße Erneuerung des Forums voranzutreiben. Faymann schweben hier Seminare zu speziellen Themen - etwa einem sozialerem Europa - vor. Einige dieser Veranstaltungen würden in Wien und, wenn möglich, auch in Vorarlberg stattfinden.
Europaforum braucht neues Format
Wichtig sei es nun, ein "richtiges Format" zu finden. Das Forum sei in den 90er Jahren zu einem Zeitpunkt gegründet worden, als sich Österreich kurz nach dem Neubeitritt in der EU etablieren musste. Mittlerweile sei es aber so, dass es laufende Kontakte - auch privater Natur - mit dem EU-Kommissions- oder dem EU-Parlamentspräsidenten gebe, verwies Faymann etwa auf gemeinsame Opernbesuche mit Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.