Schüsse nach Raub

Nach Überfall mit Moped geflüchtet: Bursche vor Gericht

Kärnten
14.03.2010 20:33
"Verbrechen lohnt sich einfach nicht", lehrt ein Klagenfurter Anwalt seinen Mandanten. Ein 18-Jähriger nickt brav. Er hat sich bei seinem Erstlings-Coup in Villach auch noch besonders patschert angestellt: Nach einem Überfall floh er auf einem Moped und geriet auf Bahngleise. Als die verfolgenden Polizisten Warnschüsse abgaben, verlor der Tschetschene überhaupt die Nerven.

Erst 18 Jahre sind die zwei Flüchtlinge aus der russischen Föderation, die sich wegen Raubes vor Gericht verantworten mussten. Sie hatten in Villach mit einer Softgun bewaffnet eine Trafik gestürmt und die erschrockene Angestellte mit der täuschend echt wirkenden Waffe bedroht: "Geld her, Kassa aufmachen!"

Mit 1.730 Euro Beute flüchtete das Duo auf einem Moped und lieferte der Polizei noch eine wilde Verfolgungsjagd, bei der sogar Warnschüsse fielen, ehe das Gefährt auf Bahngleisen umkippte. 

Traumatische Kindheit
Beim Prozess zeigten sich die Angeklagten geständig und reumütig. Beide haben eine traumatische Kindheit, mussten aus ihrer Heimat fliehen. Doch die Integration in Österreich hat bisher noch nicht funktioniert, und Kriegserlebnisse entschuldigen keine Verbrechen. 

"Die sich eben niemals lohnen. Schon gar nicht, wenn sie derart dilettantisch ausgeführt werden", meint auch Anwalt Hans Toriser, der für seinen Schützling beim Berufungsverfahren in Graz eine milde Strafe von fünf Monaten Haft herausholen konnte. Der Komplize sitzt dagegen zwei Jahre.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"

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