07.04.2019 20:45 |

„Gehört aufgehängt“

„Kellernazi“-Sager: Morddrohung gegen Schieder

Der langsam anlaufende EU-Wahlkampf steht weiterhin im Schatten der Debatte rund um die Identitären, und in den sozialen Medien ist die Wortwahl mitunter hasserfüllt. Nach harten Angriffen gegen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wegen seiner Distanzierungsversuche von den Identitären erhielt SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Schieder auf Facebook eine Morddrohung.

Ein User einer blauen Fangruppe schrieb, der „rote Verbrecher“ gehöre „am nächsten Baum aufgehängt“. Das Posting, das die SPÖ zur Anzeige bringen möchte, war eine Reaktion auf Schieders Rede beim Wahlkampfauftakt der Sozialdemokraten in Wien. Der stellvertretende Klubobmann hatte am Samstag zum Kampf gegen Rechtsextremismus aufgerufen (siehe Video oben).

„Die Kellernazis kommen wieder aus den Löchern. Ich sehe diese bereits im Erdgeschoß unserer Gesellschaft angekommen“, nahm Schieder Bezug auf die aktuelle Identitären-Debatte. Die FPÖ sei mit rechtsextremen Gruppierungen „tief verwoben“ und die ÖVP mit ihrer Kritik daran extrem unglaubwürdig, so der Spitzenkandidat weiter.

Drozda sieht FPÖ in der Pflicht
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda will das Posting in der Gruppe „Sag ja zu HC Strache und Norbert Hofer“ zur Anzeige bringen und sieht auch die FPÖ in der Pflicht: „Das ist im Grunde genommen eine Morddrohung.“

Das Problem der Freiheitlichen seien nicht die Identitären, sondern das Umfeld, in dem sich die Partei bewege. „Das ist ein Teil des politischen Hasses, der geschürt wird von Rechtsradikalen, die offensichtlich elementarer Teil der FPÖ sind“, meinte Drozda am Sonntag.

 krone.at
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