Nachwuchstalent

„Kann es kaum erwarten, wieder Gas zu geben“

Motorsport
28.06.2026 11:31
Porträt von Ann-Sophie Walten
Von Ann-Sophie Walten

Auch Audi-Entwicklungspilotin Emma Felbermayr, die gerade in der Formel-1-Academy Gas gibt, lässt sich das Spielberg-Spektakel nicht entgehen. Neben spannenden Einblicken in die Zusammenarbeit von Ingenieuren und Formel-1-Piloten durfte die gebürtige Welserin selbst in einem Boliden Platz nehmen – Herzklopfen inklusive.

„Als mir Lewis Hamilton vergangenes Jahr in Montreal zum Sieg gratulierte, war das schon etwas ganz Besonderes“, schwelgt die Formel-1-Academy-Pilotin Emma Felbermayr im Motorhome von Audi am Red Bull Ring in Erinnerungen. Am Wochenende schlüpft die gebürtige Welserin in die Beobachterrolle, sammelt wertvolle Erfahrungen.

„Ich kann den Ingenieuren und den beiden Piloten bei der Arbeit zuhören – davon kann ich viel mitnehmen.“ Die Anzahl an Technikern, die in der Königsklasse an einem Auto werkeln, fasziniert: „Für nahezu alles können Daten gesammelt werden. Es gibt unfassbar viele Sensoren – das macht schon einen Unterschied.

In Montreal feierte Felbermayr 2025 ihren Premierensieg.
In Montreal feierte Felbermayr 2025 ihren Premierensieg.(Bild: AFP/MINAS PANAGIOTAKIS)

25 Punkte fehlen der zweitplatzierten Felbermayr auf die britische Rennfahrerin Alisha Palmowski, die mit 78 Zählern die Formel-1-Academy – jene Rennserie, die ausschließlich Frauen vorbehalten ist – anführt. Platz genommen hat die 19-Jährige in Spielberg auch erstmals in dem Formel-1-Boliden von Audi.

„Sind zwei lustige Typen“
„Dass ich gleich mit den Mechanikern den Boxenstopp trainieren konnte, war ein tolles Gefühl.“ Gesteht: „Ich war schon ein bisschen aufgeregt. Ich will meinen Job ja auch richtig machen und nicht, dass das Team Zeit verliert.“

Zeit, um mit den beiden Audi-Piloten Niko Hülkenberg und Gabriel Bortoleto zu plaudern, bleibt dennoch. „Wir laufen uns an so einem Wochenende ständig über den Weg, tauschen uns aus – das sind zwei lustige Typen“, gesteht das rot-weiß-rote Nachwuchstalent.

Am wohlsten fühlt sich Emma aber noch immer hinter dem Steuer. „Ich kann es kaum erwarten, nächste Woche in Silverstone wieder selbst das Gaspedal durchzudrücken.“ Anders als bei Hülkenberg und Bortoleto ist der Startplatz in der Formel-1-Academy grundsätzlich auf zwei Jahre begrenzt.

Von Bortoleto (re.) und Hülkenberg gab es für die 19-Jährige auch den einen oder anderen Tipp.
Von Bortoleto (re.) und Hülkenberg gab es für die 19-Jährige auch den einen oder anderen Tipp.(Bild: AFP/APA/BELGA/JONAS ROOSENS)

Eine Sonderregel erlaubt jedoch ein drittes Jahr. „Ich peile den Gesamtsieg an. Dann wäre ich automatisch nicht mehr berechtigt, in der Academy zu bleiben.“ Und wie sehen die Zukunftspläne aus? „Dem Formelsport will ich auf jeden Fall erhalten bleiben. Konkrete Pläne habe ich aber noch nicht – ich lasse das alles ein bisschen auf mich zukommen.“

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