"Im Ton vergriffen"

FPÖler Königshofer entschuldigt sich nun bei Schönborn

Tirol
12.03.2010 10:17
Nach einer deftigen Attacke auf Kardinal Christoph Schönborn hat sich der Tiroler FPÖ-Abgeordnete Werner Königshofer am Freitag entschuldigt. In einem weiteren Offenen Brief gab er zu, "sich im Ton vergriffen" zu haben. Königshofer hatte in einem Schreiben an Schönborn über "warme Brüder" und "Klosterschwuchteln" gewettert, nachdem der Kardinal die freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz öffentlich als für ihn nicht wählbar bezeichnet hatte.

"In dem Offenen Brief vom 9. März habe ich - wohl auch um das Interesse der Medien wecken zu wollen - Begriffe verwendet, die man in einem derartigen öffentlichen Schreiben nicht gebrauchen sollte", gibt Königshofer nun zu und meint weiter: "Aber wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über." Generalsekretär Herbert Kickl habe mit seiner Kritik recht gehabt, so Königshofer. Auch Tirols FP Chef Gerald Hauser und Bundeskanzler Werner Faymann (SP) hatten Königshofers Wortwahl scharf kritisiert.

Königshofer entschuldigt sich in seinem Offenen Brief sowohl bei Schönborn "als auch bei allen Klerikern und katholischen Laien, die mit Kindesmissbrauch und anderen Verfehlungen nichts zu tun haben". Bezüglich der bekanntgewordenen Missbrauchsfälle fordert er vom Kardinal und allen zuständigen Kirchenoberen "ein hartes Durchgreifen bis hin zur Auslieferung an die Justizbehörden". 

Auch müsse die katholische Kirche in Österreich über Entschädigungen gegenüber Missbrauchsopfern nachdenken.

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