Kaum schickt der Frühling seine ersten Boten, denken die Österreicher nur noch an eines: den nächsten Sommerurlaub. Ein Ziel ist schnell gefunden, aber wo findet man die besten Schnäppchen für Flug- und Hotelbuchung?
Flugtickets sind häufig das Teuerste an der Reise, also wird gesucht, was das Zeug hält. Am besten geht das online. Früher buchen oder doch auf das Last-Minute-Angebot hoffen? Den Rückflug nicht auf einen Sonntag legen, und überhaupt: Gibt es den besten Preis Mittwoch nachts oder am Wochenende?
Dutzende Portale locken mit dem besten Preis und vergleichen automatisch. Flugsuchmaschinen durchsuchen sämtliche Plattformen und Webseiten von Airlines. Herauskommen sollte der beste, günstigste und kürzeste Flug. Aber hier kommt die Krux: Eine Studie des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) ergab nun, dass in den meisten Fällen eine Buchung beim Anbieter günstiger kommt. Getestet wurden gängige Reiseportale.
Versteckte Kostenfallen
„In den allermeisten Fällen kam die Buchung direkt bei der Airline günstiger - und das in zwei Fällen sogar um mehr als ein Drittel“, heißt es. Zwar erscheint das Angebot auf den ersten Blick günstig, weitere Kosten verstecken sich aber in den Details.
Beim Anbieter eDreams etwa muss eine Zusatzgebühr gezahlt werden, wenn keine Kreditkarte vorhanden ist. Fluege.de lockt etwa mit Rabatten, wenn eine spezielle Kreditkarte eines fragwürdigen Bankanbieters benutzt wird. Bei anderen Buchungsplattformen tauchen versteckte Check-in-Gebühren auf. Läuft etwas schief, weiß der Kunde nicht, wo er sich melden sollte.
Wird direkt bei der Fluglinie gebucht - so das Fazit der Konsumentenschützer -, ist es durchschnittlich neun Prozent günstiger. Außerdem gibt es verlässliche Ansprechpartner, sollte etwas nicht passen.
Preise schwanken
Nicht nur die versteckten Zusatzkosten sorgen für Ärger bei den Kunden. Was die wenigsten wissen: Wer zu lange sucht, wird vom System bestraft. Viele Websites speichern beim Besuch sogenannte Cookies ab. Damit weiß der Anbieter, wie oft und wann genau ein Kunde die Seite bereits besucht hat. Großes Interesse treibt den Preis in den Buchungsportalen nach oben.
Ein aktueller Test der Arbeiterkammer erhob die Preisschwankungen auf unterschiedlichen Endgeräten und in mehreren Bundesländern. Das Fazit der zweiwöchigen Erhebung: Der Preis änderte sich im Minutentakt. Bei den Portalen Opodo und Booking.com schwankte der Preis um bis zu 113,40 bzw. 232,35 Euro.
Elisabeth Nachbar, Kronen Zeitung
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