Nach Schulwegunfall

Kind ringt mit dem Tod: „Arwa ist unser Liebling“

Für die Eltern der siebenjährigen Arwa aus Attnang-Puchheim ist am Dienstag eine Welt zusammengebrochen: Ihre geliebte Tochter ist am Heimweg von der Schule von einem Autolenker gerammt und lebensgefährlich verletzt worden. Die Kleine liegt mit schwersten Kopfverletzungen im Uniklinikum Linz im Tiefschlaf.

In Arwas Familie herrscht seit dem Unfall, der sich nur 79 Meter vor der elterlichen Wohnung in Attnang-Puchheim zugetragen hat, krasser Ausnahmezustand. „Wir konnten seit Dienstag keinen Schlaf mehr finden, haben alle keinen Appetit und jeder weint“, sagt Vater Sarfaraz A. Die Sorge um das lebensfrohe Mädchen, das mit einem Polytrauma und schweren Kopfverletzungen im Linzer Uniklinikum im Tiefschlaf liegt, ist enorm. Auf der Intensivstation kämpfen Ärzte um das Leben der Siebenjährigen.

Vater erstmals an Unfallstelle
„Arwas Zustand ist sehr gefährlich, sie hat eine Hirnschwellung und schwere Verletzungen im Bereich der Leber, der Lunge und des Knies erlitten“, erklärt der Vater, der am Freitag erstmals die Kraft aufbrachte, sich die Unfallstelle anzusehen. Warum seine Tochter vom Auto eines Schlossers (47) aus Regau gerammt wurde und dieser sie auf der schnurgeraden Straße nicht rechtzeitig sah, ist ihm ein Rätsel.

Außer dem Lenker gibt es nur einen Zeugen – Arwas zehnjährigen Bruder Atieb. „Er hat einen schweren Schock erlitten und konnte zum Unfall selbst bisher nichts sagen“, so Sarfaraz A. Die Eltern, die noch einen eineinhalbjährigen Sohn haben, wachen abwechselnd bei der Tochter am Krankenbett. „Für meine schwangere Frau ist das eine große Belastung.“

„Einziges Mädchen“
Arwa sei der absolute Liebling der Familie. „Sie ist etwas Besonderes und auch das einzige Mädchen innerhalb der Verwandtschaft.“ Trotz ihres kritischen Zustands hoffen der Industriearbeiter und seine Frau auf ein Wunder.

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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